Sehenswürdigkeiten im Weserbergland

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Ein wenig hügelig, die Weser als blaues Band, die sich durch die Landschaft windet und kleine Fachwerkstädte – unterwegs im Herz des Weserberglands.

Im Herzen des Weserberglandes

Grenzen zu finden, ist ja immer so eine Sache. Vor allem beim Weserbergland. Wo endet es und wo beginnt es? Wer drei Karten über die Region studiert, bekommt vier Meinungen so scheint es.

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Weserufer bei Grohnde.

Fest steht: Das Weserbergland erstreckt sich zu beiden Seiten der Weser, zwischen Hann- Münden und Porta Westfalica. Ungefähr in der Mitte der Region, also im Herzen des Weserberglandes, befindet sich Hameln. Die Stadt, die durch das Märchen vom Rattenfänger, sogar in China oder Chile bekannt geworden ist, ist ein guter Ausgangspunkt für Touren durch das Weserbergland.

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Typisch Weserbergland

Sehenswürdigkeiten in Hameln

Die Kleinstadt an der Weser ist nicht nur für die Rattenfängersage berühmt, sondern auch für ihre fachwerkschöne Innenstadt. Rund um die Osterstraße und den Pferdemarkt sind die schönsten Häuser zu finden.

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Mit ihren Verzierungen im Gebälk, den kleinteiligen Fenstern und den Schmuckgiebeln bilden sie ein wunderbar geschlossenes Bauensemble. Ich mag besonders die Straße Himmelreich, allein schon wegen des Namens. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hamelns zählt das Rattenfängerhaus, aber auch eine Weserpromenade sollten Besucher unternommen haben, auch der Gang über den Markt am Samstag lohnt sich.

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Rund um die Hämelschenburg

Dieses Schloss ist eigentlich immer eine Reise wert: Die Hämelschenburg im Süden Hamelns ist ein ganz besonderes Schloss. Schließlich soll sie das Frau-Holle-Schloss sein. Das kommt nicht von ungefähr, tatsächlich gab es dort im 16. Jahrhundert eine Frau Holle. Anna von Holle hat dieses Schloss mit ihrem Mann zur als Wasserschloss im Stil der Weserrenaissance neu erbauen lassen.

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Die Hämelschenburg zählt zu den schönsten Schlössern des Weserberglandes und ist beeindruckend. Nicht nur im Inneren gibt es zu zu bestaunen, auch das Gelände lohnt den Spaziergang, dort haben sich ein Seifensieder und ein Holzspielzeugmacher angesiedelt und im Garten des Schlosses findet man sogar eine Pyramide. Kleiner Tipp: Den schönsten Blick hat man von der anderen Seite des Teiches aus, der sich vor dem Schloss aubreitet. Natürlich gibt es auch ein Café im Innenhof und in der kleinen Kapelle wird gern geheiratet.

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Schloss Hämelschenburg

Weserufer: Fähre und weiter Blick

Die Weser ist natürlich der Star des Weserberglandes. Immer wieder diese Weite und das Wasser, das sich so unbändig seinen Lauf in die Landschaft geprägt hat. Besonders schön ist es, der Weser ein Stück an ihrem Lauf zu folgen, am besten mit dem Fahrrad, denn der Weserradweg ist nichtumsonst einer der beliebtesten Radwege Deutschlands. Wer nur einfach so Weserluft schnuppern möchte, der sucht sich ein schönes Uferstückchen, breitet dort seine Picknickdecke aus und entspannt sich.

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Weserfähre bei Grohnde. Im Hintergrund die Schlote des KKW.

Magischer Ith

Angrenzend an das Weserbergland bildet der Ith einen sagenhaft schönen Mittelgebirgsrücken. Während er unter Segelfliegern beliebt wegen seiner guten Aufwinde ist, lohnt es sich aber auch, sich den von oben als grünen Wald aussehenden Bergrücken etwas näher anzuschauen.

Ith Mystik, Sagen, Wandern zu Adam und Eva

Denn im Ith finden sich sagenhafte Felsen, am berühmtesten sind wohl Adam und Eva, aber auch die Lippoldhöhle mit dem Lügenstein sind etwas ganz Besonderes. Und nicht zu vergessen die Ithklippen, die bei Kletterern sehr beliebt sind. Doch mich fasziniert immer wieder die magische Seite der Sagen und Kraftplätze dieses verwunschen-schönen Bergrückens.

Wandern im Ith, Teufelsküche
Der Eingang zur Teufelsküche

Bessingen und die Schwefelquelle

Schwefelquellen gibt es nur in Island oder in der Karibik? Falsch, es gibt sie auch in Deutschland. In Bessingen quillt das zugegebenermaßen etwas faulig stinkende Wasser aus der Erde. Die Straße, die dort hinführt, heißt Schwefelborn und nur dieser Name hatte damals mein Interesse geweckt, da ich mich sehr für Quellen interessiere. Dass ich tatsächlich eine Schwefelquelle vorfinden würde, hatte mich damals sehr überrascht – es ist auf jeden Fall ein Erlebnis.

Schwefelquelle in Bessingen
Schwefelquelle in Bessingen

Coppenbrügges Sehenswürdigkeiten

Die kleine Stadt mit der Eisdiele, der Burg mit dem Café und der hübschen Kirche ist einen Abstecher wert. Vor allem für Wohnmobilisten, denn dort befindet sich ein schöner Stellplatz, direkt am Fuße des Ith und mit Anschluss an das örtliche Schwimmbad.

Grohnde und sein Kernkraftwerk

Da tauchen sie plötzlich auf, die rauchenden Riesentürme des Kernkraftwerkes Grohnde. Leider sind sie in dieser Region total dominant und lassen sich nicht beschönigen. Das KKW liegt am wunderschönen Teil der Weser und arbeitet zumindest noch dieses Jahr vor sich hin. 2021 soll es stillgelegt werden. Doch der Bau wird wohl noch länger erhalten bleiben und immer auch das Panorama beeinträchtigen. Keine Sehenswürdigkeit im Weserbergland, aber etwas, was irgendwie omnipräsent ist. Übrigens scheint es mir, als würden die KKW immer an landschaftlich besonders reizvollen Orten geplant, denn auch das AKW Krümmel an der Elbe oder Brunsbüttel verschandeln dort einfach die wunderschöne Gegend.

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Kernkraftwerk Grohnde

Der blumige Schweineberg

Zugegeben, sein Name klingt nicht grade einladend: Schweineberg. Doch der Hügel nördlich von Hameln hat es in sich und zieht besonders im März Tausende von Besuchern an. Dann blühen dort nämlich die Märzenbecher und verwandeln den Waldboden in einen Teppich aus weißen Glöckchen. Es ist eines der größten, wilden Märzenbechervorkommen Deutschlands. Der Ausflug lässt sich gut kombinieren mit einem Abstecher in die Heisenküche, dem Gasthaus mitten im Wald.

Hameln schweineberg Märzenbecherblüte

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4 Kommentare

  1. Hallo Andrea,wir haben uns am Godelheimer See kennen gelernt mit meiner Hündin Nala auf dem Stand App Padle wenn du Zeit hast würde ich mich über ein paar Bilder von Nala freuen
    LG Christine

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