Limonade aus Kirschblättern und Rosmarin

Rezept für selbstgemachte Limonade aus Kirschblättern und Rosmarin
Inhalt

Es gibt ja wirklich exotische Limonaden: Gurkenlimonade beispielsweise oder Basilikumlimonade. Ich habe ein Rezept für Menschen, die ungewöhnliche Limonaden lieben: Limonade aus Kirschblättern. Mit Rosmarin verfeinert, ist sie ein echter Sommerhit und löscht den Durst hervorragend. Doch wie schmecken Kirschblätter überhaupt, wie verarbeitet man sie und was muss man beachten? 

Kann man Kirschblätter essen?

Kochen mit Kirschblättern – das klingt zunächst erstmal merkwürdig. Doch tatsächlich schenken Kirschbäume nicht nur pralle, rote Früchte, sondern auch Blätter, die man essen kann. Sind Kirschblätter essbar? Tatsächlich ja. Ebenso wie Einblätter übrigens, die in der Mittelmeerküche ja auch einen festen Platz haben. Wer saure Gurken selbst einlegt, weiß es längst: Kirschblätter haben auch ein festen Platz in der Küche, man kann aus ihnen herzhafte und süße Gerichte oder eben Getränke zaubern.

Wie schmecken Kirschblätter? 

Wer sie frisch vom Baum zupft und probiert, wird sicher nicht das Geschmackserlebnis finden, das man sucht. Kirschblätter sollten unbedingt aufbereitet werden, Das heißt, sie sollten irgendwie gekocht werden – entweder in Salzlake oder eben als Limonade für süßen Genuss. Erst dann entwickelt sich ihr leichtes Marzipanaroma. Warum aber entwickeln gekochte Kirschblätter ein Mandelaroma? Weil sie leichte Spuren des Stoffs Benzaldehyd enthalten. Er ist der Macher der Bittermandelaromen und in geringen Maßen, wie etwa in den Kirschblättern, gut verträglich. 

Welche Blätter eignen sich für die Limonade?

Wer Kirschblätter erntet, fragt sich schnell: Aber welche Blätter nehme ich jetzt für meine Limonade, die jungen oder die alten? Das ist tatsächlich eine Ansichtssache. Manche nehmen für das Kirschblätter-Rezept nur die jungen, weil sie weniger Bitterstoffe enthalten. Dafür punkten die alten Blätter mit mehr Aroma. Doch welche Blätter nimmt man für die selbstgemachte Kräuterlimonade? Eignen sich Blätter von der Süßkirsche besser oder die von der Sauerkirsche? Tatsächlich sind die Blätter der Sauerkirsche oft herber, während bei den Süßkirschblättern die feine Mandelnote besonders gut herauskommt. Deswegen meine klare Empfehlung: Blätter der Süßkirsche nehmen.

Warum Rosmarin gut in diese Limonade passt

Das harzige Aroma von Rosmarin ist perfekt für Sommergetränke. Es bringt eine Frische herein und eine herbe Note, die vielen ja auch beim Bier so gut schmeckt. Das gleicht die Süße aus, die durch den hohen Einsatz an Zucker entsteht. Der leicht harzige Geschmack sorgt dafür, dass diese selbstgemachte Kräuterlimonade nicht in extreme Süße abgleitet. Mit seinem würzigen Eigengeschmack bringt er übrigens eine ganz eigene Geschmacksrichtung ins Spiel.

Zubereitungszeit: 30-40 Min

Vorbereitungszeit: 5 Min

Schwierigkeit: einfach

Rezept: Limonade aus Kirschblättern und Rosmarin

Zutaten

  • 125 g Kirschblätter
  • 500 g Rohrohrzucker
  • 1 Bio-Zitrone
  • 3-5 Zweige Rosmarin
  • 2 l Wasser

Zubereitung: Limonade mit Rosmarin und Kirschblättern – so wird es gemacht

Die Kirschblätter waschen und abtropfen lassen. Das Wasser in einen großen Topf geben. Zitrone schneiden und mit Schale hinzugeben. Nun die Kirschblätter einfüllen und erhitzen. Wenn es anfängt zu sieden, den Zucker hinzufügen und rühren, bis die Zuckerkristalle sich aufgelöst haben. Dann 30 Minuten auf ganz kleiner Flamme köcheln lassen. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit den Rosmarin zuzufügen. Durch ein Sieb gießen und so heißt wie möglich in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Wie lange muss die Limonade ziehen?

Bei vielen Siruparten, die ja vielen ausgemachten Limonaden zugrunde liegen, werden die Zutaten angesetzt und dann erstmal zwei Tage ziehen lassen, wie etwa beim Holundersirup. In diesem Fall reicht aber das Aufkochen, dann löst sich das Aroma der Blätter im Wasser. Jetzt nur noch abkühlen lassen und mit Sprudelwasser und Eiswürfeln servieren. Tipp zum Garnieren: Johannisbeeren passen hervorragend in dieses Getränk. 

Haltbarkeit

Gekühlt ist die Kirschblätter-Limonade einige Wochen haltbar. Ist sie angebrochen, sollte sie schnell verzehrt und vor allem im Kühlschrank gelagert werden. Bilden sich Bläschen, hat der natürliche Gärungsprozess begonnen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kirschblätter besitzen ein feines Mandelaroma.
  • Junge Blätter eignen sich am besten.
  • Rosmarin sorgt für würzige Frische.
  • Die Limonade benötigt eine halbe Stunden Zeit.
  • Gut gekühlt ist sie einige Wochen haltbar.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann man Kirschblätter roh verwenden?

Ja, Kirschblätter können grundsätzlich roh verwendet werden. Für Getränke wie Limonade, Sirup oder Tee werden sie jedoch meist mit Wasser übergossen und mehrere Stunden ziehen gelassen, damit sich ihr Aroma besser entfalten kann. Wichtig ist, nur frische, gesunde und unbehandelte Kirschblätter zu verwenden. Vor der Verarbeitung sollten die Blätter gründlich gewaschen werden.

Sind Kirschblätter giftig?

Kirschblätter gelten in den für Tee, Sirup oder Limonade üblichen Mengen als unproblematisch und werden seit Langem in verschiedenen traditionellen Rezepten verwendet. Wie andere Pflanzen der Kirschfamilie enthalten sie natürliche Pflanzenstoffe, die auch für das typische Mandelaroma verantwortlich sind. Verwendet werden sollten ausschließlich gesunde Blätter von unbehandelten Bäumen. Für den normalen Genuss von Kirschblätter-Limonade oder Kirschblätter-Tee bestehen keine besonderen Bedenken.

Warum schmecken Kirschblätter nach Mandel?

Kirschblätter enthalten natürliche Aromavorstufen, aus denen sich beim Ziehenlassen und Verarbeiten unter anderem Benzaldehyd bilden kann. Dieser Aromastoff ist auch für den charakteristischen Duft von Bittermandeln verantwortlich. Deshalb erinnern Getränke aus Kirschblättern geschmacklich oft an Marzipan, Amaretto oder Mandeln. Besonders deutlich entwickelt sich dieses Aroma, wenn die Blätter mehrere Stunden im Wasser ziehen.

Kann man die Limonade ohne Zucker herstellen?

Ja, Kirschblätter-Limonade lässt sich auch ohne Zucker zubereiten. Die Kirschblätter sorgen für das Aroma, nicht für die Süße. Wer auf Zucker verzichten möchte, kann die Limonade pur genießen oder nach Geschmack mit Honig, Ahornsirup oder anderen Süßungsmitteln verfeinern. Ohne Zucker schmeckt das Getränk allerdings deutlich herber und weniger vollmundig.

Wie lange hält sich die Limonade?

Frisch zubereitete Kirschblätter-Limonade sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen getrunken werden. Je frischer sie ist, desto intensiver bleibt das feine Mandelaroma erhalten. Werden zusätzlich frische Kräuter, Zitronenscheiben oder Früchte verwendet, kann sich die Haltbarkeit verkürzen.

Kann man Kirschblätter trocknen?

Ja, Kirschblätter lassen sich problemlos trocknen und später für Tee, Sirup oder aromatische Getränke verwenden. Dazu werden die gewaschenen Blätter locker ausgelegt und an einem luftigen, schattigen Ort getrocknet. Das Aroma frischer Kirschblätter ist meist etwas intensiver, doch auch getrocknete Blätter entwickeln beim Aufgießen noch die typischen Mandel- und Marzipannoten. Wer einen Kirschbaum im Garten hat, kann sich auf diese Weise einen kleinen Vorrat für das ganze Jahr anlegen.

Variationen der Kräuterlimonade aus Kirschblättern

Mit Zitrone

  • Einfach den Anteil der Zitrone erhöhen, am besten 3-4 Zitronen hinzugeben.

Mit Minze

  • Anstatt des Rosmarins Minze nehmen, passt auch hervorragend dazu.

Mit Zitronenverbene

  • Etwas ganz Feines: Zitronenverbene statt Rosmarin hinzufügen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Mit Lavendel

  • Eine halbe Handvoll Lavendelstängel sorgt für das passende Aroma.

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Wer schreibt hier?

Hallo! Ich bin Andrea Lammert. Als Wegreisende, Bücherschreibende und Bloggerin bin ich stets auf Achse.

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