Tipps zum Autofahren in Südafrika

Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Südafrika ist ein perfektes Land, um es mit dem Auto zu erkunden. Doch dort gibt es nicht nur Linksverkehr, sondern noch so manch anderes Ungewohntes. Meine Tipps zum Autofahren in Südafrika.

#Tipps zum Autofahren in Südafrika

Vor dem Start Zeit lassen

Linksverkehr in Südafrika? Lass dir Zeit zum Eindenken. Am besten schon im Parkhaus des Autoverleihs. Probiere erstmal in Ruhe aus, wo Blinker, Scheibenwischer und Schaltung sitzen, bevor du wirklich losfährst. Das sind Minuten, die sich hinterher lohnen. Wenn es geht, drehe auch eine Extrarunde im Parkhaus, damit du dich schon mal eingewöhnst, auf der linken Seite zu fahren, bevor es in den stressigen Verkehr rund um den Flughafen geht. Doch keine Angst: Von den Flughäfen führen nicht nur moderne Autobahnen ins Hinterland, wenn man auf der linken Seite bleibt und nicht hektisch wird, kann man sich prima an den fließenden Verkehr dort gewöhnen. Man muss ja nicht gleich in der ersten halben Stunde schon überholen.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Nach links schauen – die Schilder sind auf der anderen Seite

Ich habe es erst nach einigen Tagen kapiert, dass die Schilder im Linksverkehr natürlich auch links stehen. Kein Wunder, dass ich die Geschwindigkeitsbegrenzungen nie gesehen habe, ebensowenig wie die Warnungen vor den Bumpern, ich war es gewohnt, Schilder rechts zu finden. Wenn du in Südafrika fährst, halte deine Augen möglichst immer links, um die Schilder zu finden. Was auch wirklich hilft, ist ein Navi mit Geschwindigkeitskontrolle, denn geblitzt wird in Südafrika sehr häufig.

Achtung Bumper! Betonschwellen überall

Das ist wirklich fies: Vor geschwindigkeitsreduzierten Zonen befinden sich Bumper, oftmals ohne Vorwarnung. Schwellen sind ja grundsätzlich nichts Verwerfliches, aber die Bumper in Südafrika sind wirklich gemein. Sie sind steil und hoch und im Zweifel kann man sich das ganze Auto damit zerschreddern, wenn man zu schnell drüber brettert. Deswegen solltest du in solchen Zonen immer auf Bumper gefasst sein. Selbst wenn sie ausgeschildert sind, sollte man das Fahren unbedingt den eigenen Beobachtungen anpassen, bei einigen Bumpern ist selbst 40 km/h ein zu hohes Tempo.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Schlaglöcher und unbefestigte Straßen

Autobahnen und Nationalstraßen haben wir in seinem sehr guten Zustand vorgefunden, bei den kleinen Nebenstraßen allerdings sah es nicht ganz so gut aus. Da tut sich schnell mal ein Schlagloch auf. Deswegen empfiehlt sich auch hier angepasstes Fahren und ein ständiger Blick auf die Straße. Viele der Wege zwischen kleineren Orten sind unbefestigt, deswegen bei der Streckenplanung genau auf die Qualität der Fahrbahn achten, wenn dort unpaved steht, dann ist es eine Schotterpiste mit dementsprechend rarem Tankstellenangebot. Auch darauf muss man eingestellt sein.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Überholen

Wenn jemand dicht auffährt, ist es ein klares Zeichen, er möchte dich gerne überholen. Auf südafrikanischen Straßen allerdings ist das Miteinander eher gelassen, wenn jemand so dicht auffährt, ist das kein aggressives Wegdrängeln, sondern eher als nette Aufforderung gemeint. Der Langsamere schert dann kurz auf den Seitenstreifen aus, um den anderen überholen zu lassen. Wer überholt hat, bedankt sich anschließend mit einem kurzen Betätigen des Warnblinkers.

Gefahren beim Fahren:

Tiere: Es müssen ja nicht gleich Elefanten sein, wie bei uns, mit Tieren muss man beim Fahren in Südafrika immer rechnen. Sei als Pavian es auf der Straße oder als Käfer, Tiere haben grundsätzlich Vorfahrt. Und wie das so ist: Sie tauchen auch immer plötzlich aus dem Busch auf.

Menschen: Auf den Straßen in Südafrika laufen oftmals Menschen, nicht nur als Anhalter oder Klingelkram-Verkäufer, sondern vor allem bei Einbruch der Dunkelheit nutzen viele Menschen die Straßen als Fußgänger. Das Gefährliche dabei ist, dass man sie aufgrund ihrer Hautfarbe im Dunkeln schwerer sieht, vor allem, wenn sie dunkel gekleidet sind. Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln. Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Kriminalität auf den Straßen:

Tagsüber ist Autofahren in Südafrika kein Problem. Anders wird es bei Dunkelheit. Hin und wieder werden Menschen überfallen, wenn sie nach Anbruch der Dunkelheit unterwegs sind. Deswegen gilt: Wenn man sich unsicher fühlt und abends einen Unfall sieht, darf man weiterfahren, sollte aber vom Auto aus die Polizei verständigen. Ebenso darf man, wenn man in ziwelichte Gegenden geraten ist, über eine rote Ampel fahren. Aufpassen hingegen sollte man bei Gegenständen auf der Fahrbahn – am besten nicht darüber fahren, und sei es eine Plastiktüte. Die größte Gefahr aber im Dunkeln auf Südafrikas Straßen sind die anderen Autofahrer, da die Drogen- und Alkoholquote ziemlich hoch ist und die Entgegenkommenden deswegen gefährlicher als am Tag. Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

#Verkehrsregeln in Südafrika:

Stoppschilder: Die Südafrikaner haben eine lustige Regelung zu Stoppschildern: An Kreuzungen findet man sie oft an allen vier Seiten. Dafür lautet die Regel: Wer zu erst da war, fährt auch zuerst wieder. Man muss also tatsächlich aufmerksam bleiben und sich die Reihenfolge merken, in der die Autos angekommen sind. Wer nicht aufgepasst hat und sich nicht sicher ist, sucht den Blick des anderen Fahrers und verständigt sich mit Gesten und Handzeichen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen: In Südafrika gelten folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen: im Ort 60 km/h, Landstraße: 100 km/h, Autobahn: 120 km/h, selbstverständlich gelten immer die Geschwindigkeiten, die vor Ort ausgeschildert sind.

Promille: Die Promillegrenze in Südafrika liegt bei 0,5 Prozent. Wer betrunken einen Unfall verursacht, kann ganz schnell ins Gefängnis kommen.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Ampeln: Die Ampeln in Südafrika sind nicht nur dort angebracht, wo das Fahrzeug zum Stoppen kommen soll, sondern auch auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Das hat mich im ersten Moment total verwirrt, soll aber der Übersichtlichkeit dienen, also nicht verunsichern lassen. Übrigens: Wer einmal nach dem Weg gefragt hat und oft das Wort Robot verstanden hat, hat richtig gehört, denn Robot heißt in Südafrika Ampel.

Vorfahrt: Auch in Südafrikas Linksverkehr gilt die Regel: Rechts vor links. Und übrigens haben in Südafrika im Zweifel Tiere immer Vorfahrt, sogar Mistkäfer, die in aller Seelenruhe Elefantendung über die Straße rollen, sollte und darf man in gewissen Regionen nicht überfahren. Deswegen immer auf entsprechende Schilder achten.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

#Tankstellen und Raststätten in Südafrika

Das Tankstellennetz an den Autobahnen und Nationalstraßen ist einigermaßen gut ausgebaut, auf den anderen Straßen aber kann es schon mal knapp werden mit dem Nachfüllen des Benzins. Oder zu witzigen Begegnungen kommen, denn gerade in den kleinen Dörfern sind Tankstellen echte Treffpunkte, vor denen gesessen und miteinander geklönt wird. Grundsätzlich gibt es einen Tankwart in Südafrika, er kommt ans Auto und befüllt nicht nur den Tank, sondern wäscht auch gerne noch die Scheiben gegen ein kleines Trinkgeld. Bargeldlos zahlen geht selbst an kleinen Tankstellen, der Tankwart kommt mit dem mobilen Gerät ans Auto. Achtung: Die Karte dann aber nicht aus den Augen lassen. Der Tankwart bekommt natürlich auch Trinkgeld.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln. Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Raststätten sind in Südafrika nicht häufig gesäht, sondern eher rar an ausgewählten Autobahnen in Großstadtnähe kann man Glück haben. Aber drauf verlassen ist nicht. Wer also dringend muss, sollte Tankstellen aufsuchen. An den Nationalstraßen wie etwa der Gardenroute gibt es in großen Abständen hübsche Restaurants, die sich etwas abseits der Strecke befinden, aber manchmal wahre Schatzkästchen der Kulinarik sind. Dort sitzt man teilweise wunderschön in den Gärten und isst Hausmannskost, ich fand das ein ganz wundervolles Erlebnis und viel besser als Raststätten. In den Städten entlang beliebter Strecken gibt es auch kleine Bistros, die auf den schnellen Appetit der Autofahrer eingestellt sind. Doch sich Zeit nehmen, lohnt sich wirklich.

#Maut und Kleingeld

Einige Strecken sind Toll-Roads – Mautstraßen in Südafrika. Da empfiehlt es sich, gleich am Flughafen schon die großen Scheine gegen kleine zu wechseln, denn die Maut ist nicht so hoch, wie befürchtet, mal 15, mal 45 Rand. Es ist gut, wenn man kleine Scheine dabei hat. Und es gibt immer eine Spur, auf der ein Mensch das Geld in bar kassiert.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Baustellen in Südafrika

An vielen Straßen wird gebaut und nachgebessert. Ich habe mich beim ersten Mal gewundert, warum die Menschen nicht nur den Motor ausgestellt haben, sondern auch noch ausgestiegen sind und sich in aller Seelenruhe unterhalten haben. Als ich dort dann stand, wusste ich warum: An den Baustellen stehen Schilder, dass der Roadwork bis zu 30 Minuten dauert, bis die Straße wieder geöffnet wird. Da kann man selbst im südafrikanischen Winter nicht im Auto sitzen bleiben. Also aussteigen und miteinander ins Gespräch kommen. Übrigens. An vielen Baustellen wird auf einer gelben Tafel angezeigt, wieviel Zeit man warten muss.

Rush Hour in Südafrika:

Am vollsten sind die Straßen zwischen 6.30 und 8.30 Uhr sowie zwischen 16.30 und 18.00 Uhr. In Johannesburg ist der Verkehr besonders dicht und gerade auf den Ausfallstraßen kann es zu langen Staus kommen.

#Parken: Verbote und Aufpasser

Parkverbote sind in Südafrika auf dem Straßenbelag sichtbar anstatt auf Schildern: Sie ist mit roten und gelben Linien auf der Straße markiert. Die rote Linie bedeutet absolutes Halteverbot, die gelbe eingeschränktes Halteverbot. Falschparken wird mit Strafen oder mit Parkkrallen bestraft. Hat man dann einen Parkplatz gefunden, gibt es Parkwächter, die davon leben, dass sie auf die Autos auf den Parkplätzen aufpassen. Offizielle haben eine orangefarbene Weste an, inoffizielle keine. So sagt man. Letztendlich kann man davon ausgehen, dass an jedem Parkplatz jemand steht, der sein Geld damit verdient, auf dein Auto aufzupassen und selbstverständlich ein paar Rand Trinkgeld dafür erwartet.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

#Notrufnummern in Südafrika

  • Allgemeiner Notruf: 10177
  • Polizei: 10111
  • Notarzt: 110177
  • Pannenhilfe: 0800-010-101

Die Nummern funktionieren auch so vom Handy aus.

Vor dem Roadtripp: Internationalen Führerschein besorgen

Wer in Südafrika fahren möchte, sollte einen internationalen Führerschein vorweisen können. Ich jedenfalls musste ihn bei der Autovermietung vorzeigen. Ausgestellt wurde er mir ganz fix und zum sofort Mitnehmen in der zuständigen Behörde. Der internationale Führerschein gilt für 2 Jahre und kostet (in Hannover) 15€.

Welches Auto in Südafrika? Am besten Automatik

Wenn die Schaltung auf der falschen Seite sitzt, Blinker und Scheibenwaschanlage ebenso, führt das zu Stress und Unsicherheit beim Fahren. Leichter fällt es deswegen mit einem Automatik-Fahrzeug, da fallen wenigstens die ständigen Griffe ins Leere nach Rechts weg. Das gibt eine Grundsicherheit. Und die ist wichtig, denn immerhin zählt Südafrika zu den Ländern mit der höchsten Unfallquote der Welt.Autofahrenn in Südafrika ist ganz anders als in Deutschland, nicht nur wegen des Linksverkehrs, sondern auch wegen der Tiere und der anderen Regeln.

Mehr von unserer Südafrikareise findest du hier:

  • Es muss nicht immer der Krüger-Park sein, Pilanesberg ist ebenfalls wunderbar – vor allem mit Kindern. Hier liest du mehr über unsere Safari.
  • Autofahren in Südafrika ist nicht immer einfach. Hier findest du meine Tipps, wie du die Zeit im Linksverkehr gut überstehst.
  • Besonders gut hat uns der Addo-Elefantenpark gefallen. Er war mein persönliches Highlight, nirgendwo bin ich jemals den Elefanten so nahe gekommen.
  • Und hier gibt es Tipps von anderen Bloggern und mir zu Kapstadt.
  • Eine Townshiptour, also ein Gang durch die Armenviertel des Landes, war bedrückend und eindrucksvoll zugleich. Mit den Kindern fand ich es besonders wichtig. Warum? Das liest du hier.

Tipps von anderen Bloggern

Mel und ihre Familie berichtet auf ihrem Blog Kind im Gepäck, wie es ist mit einem kleinen Kind durch das Land zu reisen.

Lynn berichtet ganz viel über Südafrika in ihrem Blog Lieschenradieschen

Und Travel Sissi schreibt über die schönsten Märkte:

 

6 Kommentare

  1. Mal wieder ein ganz toller und vor allem informativer Beitrag. Klar wenn man in ein Land kommt wo nun mal der Linksverkehr vorgeschrieben ist, kann das sicherlich sehr ungewohnt sein. Ich hätte mit Sicherheit auch Probleme am Anfang. Sollte ich mal in die Sitiuation kommen, werde ich deinen Beitrag im Hinterkopf behalten. Muss ja nicht gleich Südafrika sein !!!

    • Danke, lieber Manni! Autofahren in Südafrika ist speziell und anders als zum Beispiel in Irland. Und Linksverkehr ist sowieso etwas ganz Besonderes. Liebe Grüße

  2. Es ist immerwieder aufregend in einem fremden Land Auto zu fahren und dann auch noch links, macht es natürlich noch schwerer. In Südafrika habe ich es nicht versucht, aber deine Tipps helfen mir bei meinem nächsten Besuch das Land mit einem Mietauto zu erkunden. Vielen Dank für den Beitrag
    LG Andrea

    • Danke, liebe Andrea. Selbstfahren in Südafrika ist toll und ich kann es nur empfehlen, auch wenn es mitunter ganz schön anstrengend ist. Liebe Grüße

  3. Danke für den tollen und informativen Artikel. Ich finde Südafrika ganz spannend und möchte irgendwann hin.
    Liebe Grüße
    Katja

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