Weimar: Zu Gast bei Goethe und Schiller

Weimar, Goethespasziergang, GoethehausDas Goethehaus aus Gartensicht: Sieht irgendwie dörflich aus

Manche Zeitreisen erreichen einen ganz unvermittelt. Etwa in Weimar, das ich unvoreingenommen erkunden wollte – und mich plötzlich mittendrin in einer anderen Zeit befand. Mein ganz persönlicher Spaziergang mit Goethe in Weimar.Museen gibt es viele, Orte, an denen Geschichte mit Schauspiel oder Festivals wieder zum Leben erwacht auch. Ob in Steinzeitdörfern oder alten Burgen. Doch mit Weimar ist das irgendwie anders. Ich hatte erwartet, von Goethe- und Schiller-Informationen überflutet zu werden. Dass mich die Reise nach Weimar tatsächlich in eine andere Zeit beamt, hätte ich nicht gedacht. Und dabei fing alles so grau an. Meinen ersten Aufenthalt in Weimar werde ich nicht vergessen. Ich habe die Stadt noch zu DDR-Zeiten als Kind erlebt.

Weimar, Goethespasziergang,

Hinter Anna-Amalias-Schloss

Das Kopfsteinpflaster holperte damals unter den Autorädern, wir fuhren an der berühmten Anna-Amalia-Bibliothek vorbei, doch die sah eher aus wie ihr eigenes Aschenbrödel: Grau in grau, umgeben vom typischen Geruch der Braunkohle-Heizungen. Dass es Weimar gewesen sein muss, diese Erinnerung der grauen Stadt, wurde mir erst viele Jahre später bewusst, als ich erneut an dem Platz vor der Bibliothek stand. Es waren dasselbe Kopfsteinpflaster und dieselben Bauten, doch alles hatte mehr Farbe. Die Bibliothek leuchtete jetzt sonnengelb. Zwar rumpelt das Kopfsteinpflaster noch immer unter den Reifen, aber irgendwie flirrte die Luft nun in einer Stadt voller Kreativität und Leben. Und statt nach Braunkohle duftete alles nach Linde. Ich mag diesen Duft der Lindenblüte sehr und habe ihn noch nie so ausgekostet wie in Weimar. Wenn ich mir eine Zeit aussuchen sollte, dorthin zu reisen, würde ich immer Weimar zur Lindenblüte wählen. Ich hatte es gut getroffen bei meiner ersten Weimar-Reise lange nach der Wiedervereinigung. Aber leider war ich wie immer auch schlecht vorbereitet, denn ich mag es, mich von meiner Intuition durch eine Stadt führen zu lassen und nicht von vorgeschriebenen Routen. Hm, vielleicht sollte ich soetwas gar nicht verraten, schließlich schreibe ich Reiseführer und schlage dort den Menschen auch ebensolche Spaziergänge durch Städte vor? Meine Sache aber sind geplante Routen nicht, jedenfalls nicht beim ersten Eindruck. Es spricht nichts dagegen, die anderen Tage mit Struktur und Plan anzugehen, aber für mich gibt es nichts Schöneres, als sich durch eine neue Stadt treiben zu lassen. Stadtplan in die Hand und auf geht es. Zum Glück sind Marktplätze in Deutschland zumeist gleichzeitig die Zentren der Städte, auch in Weimar.

Weimar, Goethespasziergang, Vor der berühmten Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar

Vor der berühmten Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar

Wer aber nach Weimar fährt, dem sei dennoch eines gesagt: Es wäre schön, ein Goethebuch mitzunehmen. Nirgendwo sonst war ich jemals motivierter, mich durch diese brillianten, aber leider auch manchmal für mein Hirn etwas anstrengenden Wortspiele zu lesen. Nein, kein Thomas Mann oder Schiller. Ich finde, Goethe muss es in Weimar sein. Es tut mir leid, Friedrich (Schiller), du kommst in Weimar immer etwas zu kurz, Goethe hat einfach viel mehr Spuren in der Stadt und der Weltliteratur hinterlassen, rein an der Quantität gemessen. Über die Qualität kann man auch nicht recht streiten. Also ein Goethebuch ins Gepäck packen, es gibt ja auch dünne Werke mit Gedichten.

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Haus

Römisches Haus im Ilmpark.

Start am Ilmpark

Der schönste Einstieg Weimar zu erkunden ist für mich der Ilmpark. Da kommt irgendwie das Landkind wieder durch und ich suche die Natur. Also eine Runde durch den Park gehen oder mit dem Rad fahren. Der Park bietet mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten allein schon einen halben bis einen ganzen Tag Programm, am bekanntesten ist Goethes Gartenhaus. Die Ilm schlängelt sich so schön durch diesen Park im Tal zwischen den Hügeln der Stadt, den Goethe vom Jahr 1778 an im Sinne des damaligen Schönheitsideals gestaltet hat: Sichtachsen, Grotten, künstliche Ruinen, Büsten von Denkern und Dichtern sowie das Römische Haus wurden errichtet und irgendwie gleicht ein Spaziergang durch den Park einer Schnitzeljagd zum Thema Goethe. Schnitzeljagd? Sagt man das überhaupt heute noch? Aber Geocaching wäre hier auch das falsche Wort. Ich habe damals bedauert, dass ich keinen Parkführer oder andere Literatur zum Ilmpark dabei hatte und mir später alles mühsam anlesen musste. Ja, manchmal ist es doch besser, sich vorzubereiten. Die Klassikstiftung in Weimar bleibt die erste Adresse für Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten, sie unterhält nicht nur die Museen in der Stadt, sondern ist zugleich der wichtigste Fundus für Forschung und Information. Und, was ich besonders toll finde: Dort gibt es Abenteuerrucksäcke für Kinder, die auf Entdeckertour durch den Ilmpark führen. Übrigens ist es auch eine supertolle Idee, Weimar mit dem Rad zu erkunden, die Stadt hat genau die richtige Größe dafür. Doch der erste Gang zu Goethe in Weimar sollte zu Fuß sein, da halte ich es ganz mit dem Dichter: “Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen.”

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Gartenhaus

Die Postkartenansicht des Gartenhauses

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Haus

Lichtspiel vor Goethes Gartenhaus

Goethe spüren im Gartenhaus

Wer es schafft, geht in die Parkhöhle oder das Römische Haus, Pflichtprogramm ist auf jeden Fall das Gartenhaus von Goethe in Weimar. Und dabei folge ich automatisch dem Werdegang des Dichters, der genau an dieser Stelle auch seinen ersten Wohnort in der Stadt hatte, als ihm sein Freund, der junge Herzog Carl-August, das Haus vor den Toren der Stadt geschenkt hatte. Ein großartiger Coup, der Weimar komplett verändern sollte, denn Goethe verbrachte dort den Großteil seines Lebens (1775 bis 1832). Und irgendwie strahlt das Gartenhaus von Goethe bis heute eine Atmosphäre aus, die mich förmlich in die Zeit und die Welt des Dichters gezogen hat. Es ging tatsächlich eine Art Kino in meinem Kopf an, ich sah die damalige Mode vor meinem inneren Auge, hörte Pferdekutschen und hatte dieses hochgestochene Deutsch im sich reimenden Singsang im Ohr.

Später, als ich mit meiner Familie dort war, hatte es auf meine Kinder dieselbe Wirkung. Goethe in Weimar ist irgendwie magisch. Vielleicht sind es die knarzenden Dielen, vielleicht die aufgeräumte, wohlige Atmosphäre, vielleicht ist es auch einfach ein Stück der Herzensenergie des Dichters, die man dort bis heute noch spüren kann. Denn das Gartenhaus, so erzählt der Mann im Audioguide mir aus dem telefonartigen Hörer, war der Lieblingsplatz von Goethe in Weimar. Selbst als er später am Frauenplan in seinem feudalen Haus gelebt hat, hat es ihn immer wieder zurückgezogen in sein einfaches erstes Heim, er hat sich auf die Terrasse gelegt und den Blick in den Sternenhimmel genossen.

Im Gartenhaus entstanden Werke wie Iphigenie oder Torquato Tasso. Mich haben Stehpult und Klappbett sehr beeindruckt. Auf jeden Fall wäre mein Weimar-Tipp Nummer 2: Immer erst bei Goethe im Gartenhaus starten, wenn man auf den Spuren des Dichters wandeln will. Und nicht nur das Innere des Hauses schnell abklappern, sondern auch den Garten selbst bewundern mit den wilden Bäumen, den hübschen Stauden und dem kleinen Küchengarten. Auf der Bank vor dem Haus wäre ein schönes Plätzchen, schon mal ein wenig in einem Goethebuch zu schmökern. Ich werde mir das nächste Mal Gedichte mitnehmen.

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Gartenhaus

Goethes Gartenhaus von innen

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Gartenhaus

Skulptur im Park von Goethes Gartenhaus: der Stein des guten Glücks

Vom Gartenhaus aus führt der Fußweg in die Stadt, vorbei an der Anna-Amalia-Bibliothek. Wer sie besuchen möchte, sollte sich vorher erkundigen, nicht immer gibt es sofort Einlass, da die Karten beschränkt und Besucherzahlen in dem Raum begrenzt sind. Doch Anna Amalia stand erst am nächsten Tag auf meinem Plan, ich wollte Weimar jetzt nach meinem inneren Kompass erleben. Seine Nadel führte mich recht schnell auf den Marktplatz, vorbei an so schönen Cafés wie dem ACC oder dem Resi (Residenz-Café, hier war schon Marlene Dietrich als Studentin Stammgast), direkt ins Zentrum der Stadt. Weimar ist zwar groß, aber der klassizistische Kern schön übersichtlich und klein. Verlaufen kann man sich eigentlich so gut wie nicht und schon gar nicht, ohne auf Goethe und Schiller zu stoßen.

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Markplatz in Weimar

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Ginkgo-Blatt vom Baum schräg gegenüber der Bibliothek

Ich sah einen Ginkgo-Laden am Markt und viele Schmuckgeschäfte, die vergoldete Ginkgo-Blätter verkauften. Das erinnerte mich an Goethes Leidenschaft für diesen mystischen Baum. Das Ginkgo-Lädchen mit integriertem Museum kam auf meine Liste für später, ich war von Goethe in Weimar angetriggert und suchte das Goethehaus. Und werde auch mein Erstaunen nicht vergessen, als ich es gefunden hatte. Es war kein Haus, es war ein Palast. Mitten in der Stadt so viel Platz für sich zu haben, dass sogar eine Kutsche aufs Grundstück fahren konnte, und das alles wohlgemerkt hinter der Fassade. Während Schiller sein Leben lang mit Geldnot und Schulden kämpfte, war Goethe stets gut gestellt, was man dem Haus am Frauenplan auch ansieht, allein schon die feudale Treppe, die zu den Wohnräumen führt und deren Stufen einen ungewöhnlich kleinen Abstand voneinander haben, damit man eleganter hinunterschreiten kann. Skulpturennischen lassen die ohnehin schon sehr breite Treppe gleich noch viel majestätischer wirken.

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Das Goethehaus am Frauenplan in Weimar – eigentlich ein Palast

Der Umbau des Treppenhauses, so erfährt man bei einer Führung, gehörte zu den wichtigsten Veränderungen, die der Dichter an dem Haus vornahm. Ich persönlich habe gestaunt über die wunderbaren Wandfarben, so mutig in Gelb, Blau oder Grün gehalten. Davor stehen mächtige, antike Skulpturen oder andere Kunstschätze. Ich bin beeindruckt, wie viele Räume der Dichter zur Verfügung hatte und wie geschmackvoll, aufgeräumt und teilweise sehr modern, oder besser zeitlos er sie eingerichtet hat.

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Eingang des Goethehauses

Doch ich nehme dieses alles mit dem Kopf wahr. Ins Herz komme ich erst, als ich das hinterste Zimmer sehe: Das Arbeitszimmer des Dichters, im Flur davor ein großer Schrank mit der umfassenden Mineraliensammlung – und vor dem Fenster der Sessel, in dem schließlich Goethe in Weimar nach 50 Jahren in der Stadt für immer seine Augen geschlossen hat. So viel Schaffensfreude, gepaart mit Intelligenz aber auch spirituellem Spürsinn drücken sich in den Räumen seines Hauses aus, dass ich in seinem wunderbaren Garten erstmal durchatmen muss, bevor ich weiter durch Weimar gehe. Das Goethe-Nationalmuseum lasse ich heute sein, es ist zu kompakt für meinen schon so vollgestopften Kopf. Ich wandere lieber durch die Straßen, gehe zum Schillerwohnhaus in Weimar oder durch die Seifengasse, die direkt vom Frauenplan aus abzweigt. Eine schmale Kopfsteinpflastergasse, in der meine Schritte herrlich klappern und ich mir vorstellen kann, 250 Jahre die Zeit zurück gedreht zu haben. Dort befindet sich auch eines der für mich schönsten Hotels in Weimar – das Familienhotel. Es ist ökologisch gebaut aus Holz, Hanfstroh und mit ausgeklügeltem, integriertem Energiesystem und ist der direkte Nachbar des Goethemuseums. Näher kann man dem Dichter gar nicht sein, ich durfte dort schon wohnen und meine Weimarbücher schreiben. Dass ich dort in den großen Schreibflow gekommen bin, ist irgendwie kein Wunder.

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Klassische Statue

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Das gelbe Zimmer im Goethehaus

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Das grüne Zimmer im Goethehaus

Weimar, Goethespasziergang, Goethehaus

Gartenansicht des Goethehauses: Irgendetwas blüht immer

Anna-Amalia-Bibliothek

Zu einem perfekten Besuch bei Goethe in Weimar gehört aber auch die Anna-Amalia-Bibliothek, in der man sich immer noch die großen Schlosspuschen über die Schuhe ziehen muss, um den Parkettboden zu schonen. Bitte, liebe Weimarer, lasst das auch so und denkt Euch keine anderen Sachen aus, es ist ein so schönes Ritual, mit den Filzpantoffeln durch den Rokokosaal zu schlurfen. Und in dieser Bibliothek könnte ich Stunden verbringen, allein der Geruch nach den alten Büchern ist faszinierend, aber auch das Wissen, dass hier Werke stehen, die eben noch sorgfältig per Hand verschönert wurden. Geheimrat Goethe war auch lange Jahre Leiter der Bibliothek, die aus der privaten Büchersammlung der Herzogin Anna Amalia entstanden ist. Ich kann mir richtig vorstellen, wie Goethe hier selbst ins Stöbern gekommen ist, so manches ledergebundenes Exemplar aus den Regalen gezogen und sich darin vertieft hat. Ich muss mich fast zwingen, meinen Blick von den Büchern zu nehmen und nach oben zu richten. Die oberen Etagen gleichen dem Modell für eine Hochzeitstorte, so verschnörkelt sind sie aufeinander aufgebaut und mit Gold verziert.

Folianten in der Anna-Amalia-Bibliothek

Folianten in der Anna-Amalia-Bibliothek

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Gartenhaus

Eine Schriftprobe von Goethe

Kein Weimar-Besuch, ohne nicht auch dem Theater zu huldigen, das letztendlich auch Goethe auf eine andere Stufe gehoben hat. War das Theater einst nur als Wanderbühne durch die Orte gezogen, hat er es geschafft, den Schauspielern feste Bretter unter den Füßen zu verschaffen und einen Ort, an dem sie auch durch Engagements gesichert, ihr Brot verdienen konnten. Das Nationaltheater hatte eine solche Vorreiterrolle in Weimar inne und es wundert wohl kaum, dass Goethe auch dort einst Direktor war. Noch heute steht das Haus für bestes, deutsches Theater und es lohnt sich, zu einer Vorführung zu gehen.

Mit schwirrendem Kopf liege ich später in dem Hotel in der Seifengasse und frage mich: Wie hat der Mann das alles geschafft? Ohne Internet, Telefon und alles? Zudem ist er ja auch noch gerne zu Fuß zum Schloss Großkochberg gewandert ist – so ganz zwischendurch und mal eben. Ein Rätsel, das immer wieder auftaucht, wenn ich auf den Spuren von Goethe in Weimar wandele.

Weitere Orte von Goethe in Weimar:

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Haus

Stuckdecke im Palais Schardt

Palais Schardt: Das Elternhaus von Charlotte vom Stein, es ist nicht im Besitz der Klassikstiftung und privat betrieben. Das finde ich einen wunderbaren Kontrast zu den bis in die letzte Ecke durchrenovierten Häusern von Weimar. Im Palais Schardt blättert auch an manchen Stellen Putz oder Lack von der Wand, vielleicht macht gerade das seine Athmosphäre aus. Es gibt ein süßes Café und ein Puppenstubenmuseum in dem Haus. Nicht versäumen sollte man den Ausflug in den herrlichen Garten.

Weimar, Goethespasziergang, Goethes Haus

Im Palais Schardt

Weimar, GoethespasziergangAuch Schloss Thiefurt, der Sommersitz von Anna Amalia ist ein wunderschöner Goetheort. Dort haben Dichter wie Herder und Schiller mit der Herzogin und dem Geheimrat am runden Tisch Tee getrunken – umgeben von einem wunderschönen Garten.

 

18 Kommentare

  1. Du schreibst so herrlich über Weimar, dass ich mich sogar in die schönen Plätze mit hineinnehmen konnte. In Weimar war ich leider noch nicht, aber das werde ich nach deinem schönen Bericht auf jeden Fall ändern. Einen schönen Mittwoch
    LG Andrea

    • Liebe Andrea, vielen Dank. Weimar ist einfach nur schön, ich bin bald auch wieder dort, aber diese Goetheenergie der Stadt ist wirklich etwas ganz Besonderes. Wenn du dort bist, wünsch ich dir ganz, ganz viel Spaß.
      Liebe Grüße

  2. Ein wunderbarer Artikel, informativ und erfrischend.
    Die etwas anderen Gebäudeansichten von hinten und der Seite gefallen mir super, weil sie so anders sind.
    Vielleicht folgen noch weitere Artikel aus Weimar, über Schiller oder Kant? Hier lebten und wirkten ja diverse Größen! Ich würde mich darüber freuen

    • Danke dir, wie lieb, das ist eine gute Idee! Schiller wäre ja jetzt mal dran, ich mag sein Haus sehr. Und Van der Verde mit dem schönen Bau. Liszt auch. Ich überlege mal drauf rum – wenn ich jemanden eine Freude machen kann, mache ich das natürlich gerne und bin jetzt hochmotiviert. Ich freu mich über die Inspiration von dir, genau das mag ich am Bloggen, diesen Austausch

  3. Das war sicher ein toller und inspirierender Ausflug. Als ich das erste Mal in Weimar war, war das nur ein kurzer Stopp auf einer Klassenfahrt nach Buchenwald und wir widmeten der Stadt nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdiente. Sehr schade.

    Im Gegensatz zu dir, lese ich übrigens gerne alles vorher und bereite mich vor, weil ich Angst habe, so viel zu verpassen. 🙂 Allerdings muß ich zugeben, daß ein Spaziergang für erste Eindrücke das Beste ist. Das habe ich in Jerusalem erfahren. Da kam ich am Abend erst an und habe mir noch am ersten Abend im Dunkeln die Innenstadt angesehen. Sie war leer und ich fühlte mich ein Jahrtausend zurück versetzt. An der Klagemauer war niemand und die Gassen wirkten durch das Laternenlicht so verzaubert. Den Eindruck hätte ich ohne den spontanen Spaziergang am Abend niemals so erfahren.

    Auf jeden Fall freue ich mich immer, von deinen Reisen zu lesen! Danke für die Berichte und liebe Grüße!

    • Ach, wie schön, das sind aber liebe Worte, danke dir dafür. Weimar ist ja zum Glück nicht so weit entfernt, so dass man dorthin gut reisen kann. Dass man Angst hat, etwas zu verpassen, das verstehe ich total, geht mir ja auch oft so, aber bei Weimar war es irgendwie anders, da musste ich mich mal so treiben lassen. Jerusalem und Ähnliche würde ich aber auch nicht so abklappern, sondern mich gut informieren, da ich dorthin ja eben nicht so schnell reisen kann. Danke dir für dein treues Lesen, ich weiß das sehr zu schätzen und es freut mein Herz. Viele liebe Grüße

  4. oh ja, weimar ist zwischen klassik und bauhaus, zwischen goethe und kandinsky ein kultureller hotspot erster güte.kann mir sehr gut vorstellen, dass es dir dort prima gefallen hat. dein artikel klingt jedenfalls so…

    • Lieber Peter, ja, Bauhaus und Kandinsky wären auch noch so Themen, aber alles nach und nach. Ich mag Weimar sehr und finde die Zeit dort immer viel zu kurz. Danke für deine Rückmeldung. Freut mich sehr, wenn du ab und zu vorbeischaust. Liebe Grüße

  5. Durch meine Freundin wurde ich auf Deinen Blog aufmerksam, sie schickte mir immer den aktuellsten Beitrag per Mail. Und jedesmal hatte ich das Gefühl: hier sind meine Urlaubsfotos eingestellt! Sei es vom Harz oder wie jetzt aktuell von Weimar. Ich besuchte Weimar in der Adventszeit 2016. Im Winter. Und Weimar hat noch soviel außer Goethe zu bieten! Goethe habe ich nicht geschafft, da mich u.a. auch Schiller, Bauhaus, KZ-Buchenwald und die Anna-Amalia-Bibliothek interessierten. Bei meinen Städtereisen nehme ich mir meist nicht viel vor. Ein, zwei feste “Programmpunkte” und die restliche Zeit sich einfach treiben lassen. Denn gerade dann, wenn man ohne “Ziel” unterwegs ist, entdeckt man die schönsten Ecken ! Schade, das meine Urlaubsplanung für 2018 schon abgeschlossen ist, denn ich hätte jetzt große Lust, wieder eine Reise nach Weimar zu unternehmen und dieses Mal dort auf Goethes Spuren zu wandeln. Ich freue mich auf viele weitere Berichte! Liebe Grüße Monika

    • Liebe Monika, das finde ich ja total süß, deine Freundin schickt dir meine Beiträge als Mail? Sehr schön, freut mich einfach, solche Rückmeldungen zu bekommen. Ja, Weimar kann viel mehr als Goethe und ich glaube, ich sollte auch mal darüber schreiben, wie? Sagt Ihr ja gerade alle hier. Und es gibt ja immer wieder Neues zu entdecken, auch wenn man schon oft dort war, so geht es mir zumindest. Aber auf jeden Fall solltest du noch mal im Sommer hinreisen, wenn aus allen Fenstern die Musik schallt, das ist so schön.
      Liebe Grüße

  6. Ooooh, Weimar, da wollte ich schon immer mal hin – jetzt noch viel mehr. Habe eine Lesezeichen gesetzt und nehme dann irgendwann etwas von Goethe mit – und etwas von Andrea 🙂

    • Liebe Stefanie,
      Wie schön, das freut mich sehr! Ich könnte dir auch noch einen Merian-Reiseführer von Andrea schicken, in echt und zum Anfassen… sag nur Bescheid. Liebe Grüße

    • Das stimmt wohl, ich war ja selbst ganz beeindruckt von der Größe, aber den Garten und die Hinteransicht des Hauses finde ich überraschend ländlich.
      Liebe Grüße

Ich freue mich über Kommentare