Schlehenmarmelade

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker und frischen Schlehen, im Bild: Marmeladengläser und Schlehen

Im Oktober leuchten die blauen Schlehen an den Büschen. Aus ihnen lässt sich eine herrliche und gesunde Schlehenmarmelade kochen.

1. Schlehenmarmelade selbst machen

Sie sehen aus wie Heidelbeeren, die dunkelblauen Früchte, die an den dornigen Sträuchern hängen, sind aber Schlehen. Eng verwandt mit dem Pflaumen und doch haben sie ihr ganz eigenes Aroma. Wer sie direkt vom Busch nascht (wie ich es gerne beim Morgenspaziergang tue), wird sich möglicherweise über den pelzigen Geschmack wundern, den die Schlehe auf den Zähnen hinterlässt. Doch dagegen gibt es einen Trick: Einfach die Früchte ein, zwei Tage einfrieren und dann erst verarbeiten. Denn eigentlich sollte man die Schlehen erst nach dem ersten Frost verarbeiten. Den kann man dank moderner Technik heute ja auch künstlich hervorrufen.

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker und frischen Schlehen, im Bild: gefrorene Schlehen
Gefrorene Schlehen.

2. Schlehenmarmelade – die Zutaten

  • 2 kg Schlehen
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Paket Gelierzucker 2:1 (wer es herber mag, probiert 3:1)

Die Menge der Schlehen kann natürlich erhöht werden. Dann entsprechend mehr Gelierzucker einrechnen.

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker und frischen Schlehen, im Bild: Schlehensud im Kupfertopf
Schlehenmarmelade im Kupfertopf

3. Schlehenmarmelade – das Rezept

Schritt 1: Die sauberen Marmeladengläser sterilisieren, am besten noch einmal ganz heiß durchspülen oder aber für 20 Minuten bei 80-100 Grad in den Backofen geben.

Schritt 2: Die gepflückten Schlehen nach Blättern und schimmeligen Stellen absuchen und schlechte Früchte aussortieren. Dann in den Tiefkühler für 2 Tage.

Schritt 3: Die Schlehen auftauen und mit etwas Wasser aufkochen. Die Masse durch ein Sieb streichen, damit die Kerne sich von den Früchten trennen.

Schritt 4: Die übriggebliebene Fruchtmasse in einen Topf geben und Gelierzucker einrühren. Gut umrühren. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, eine Gelierprobe machen. Dazu nimmt man einen kleinen Teller, etwa eine Untertasse und kleckst etwas Marmelade darauf. Wenn sich die Masse ziemlich schnell zu der gewünschten Festigkeit versteift. stimmt die Menge des Gelierzuckers. Sonst einfach noch weiter Zucker hinzufügen, bis die Gelierprobe stimmt.

Schritt 5: Marmelade in die Gläser füllen, fest verschrauben und im Winter genießen.

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker

4. Schlehen: Tipps zum Sammeln und zur Heilkraft

Schlehen gibt es am Mitte/ Ende Oktober. Sie wachsen meistens in den Hecken zwischen Feldern. Doch genau dort heißt es aufgepasst, denn oftmals wird auf den Feldern Gift versprüht, vor allem auf Rapsfeldern. Deswegen ist es besser, Schlehenbüsche zu suchen, die an Wiesen stehen.

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker und frischen Schlehen, im Bild: Schlehen am Baum
So sehen Schlehen aus.

Schlehen wachsen an Büschen mit langen Dornen, deswegen sollte man beim Pflücken sehr vorsichtig sein, um sich nicht zu verletzen, manche tragen auch Handschuhe. Die Schlehen sehen aus wie dicke Blaubeeren, haben innen aber einen pflaumenartigen Kern. Kennzeichnend ist ihr Geschmack: Sie sind sauer und hinterlassen einen pelzigen Geschmack im Abgang.

Schlehen sind eine ideale Winterfrucht, denn sie ist reich an Vitamin C und enthalten viele Gerbstoffe. Achtung: In den Kernen ist Blausäure enthalten, die besser nicht ankauen.

Außerdem wirken Schlehen entzündungshemmend, appetitanregend und harntreibend und können auch bei einer Erkältung gute Dienste leisten.

Schlehenmarmelade: Rezept mit wenig Zucker und frischen Schlehen, im Bild: gefrorene Schlehen
Wenn es noch keinen Frost gab, ab in den Tiefkühler mit den Schlehen.

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