Insider-Tipps für Bergen

Bergen Norwegen, Insidertipps, Tipps

Sie ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und gilt als Tor zu den Fjorden: In Bergen gibt es viel zu entdecken. Tipps für Bergen, die norwegische Stadtidylle.

Bergen Norwegen, Insidertipps, Tipps
Das alte Hanseviertel in Bergen – Bryggen

1. Tipps für Bergen

Wer nach Bergen fährt, sollte wissen: Bergen hat die meisten Regentage von allen europäischen Großstädten. Im Schnitt 250 Tage des Jahres ist dort mit Regen zu rechnen, also immer schön die Regenausrüstung griffbereit haben, wenn es nach Bergen geht, einen Teil des Tages wird es bestimmt man etwas tröpfeln vom Himmel. Bergen gilt auch als Stadt der sieben Hügel, wird Syvfjellsbyen genannt und als Einfallstor der Fjprdlandschaft Norwegens. Die Stadt an der Westküste bietet unaufgeregten Charme und punktet doch mit allem, was eine größere Stadt so braucht. Sie ist quirlig und jung aufgrund ihrer Studenten, hat genügend Sehenswürdigkeiten und Museen, Aussichtspunkte und wunderbare alte Viertel, in denen man flanieren kann.

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Bergens Fjordlage lässt sich von oben gut bestaunen´.

2. Bergen – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

2.1. Bryggen – oder: typisch Bergen

Diese Ansicht: Bunte Häuser mit Schmuckgiebeln spiegeln sich im Wasserder Bucht Vågen: Bryggen ist wohl die bekannteste Ansicht der Stadt. Was heute postkartenschön mit Bergen gleichgesetzt wird und sogar Unesco-Weltkulturerbe ist, war viele Jahrzehnte lang Stein des Anstoßes. Der Grund lag ganz einfach darin, dass Bryggen deutsche Wurzeln hat, eigentlich hieß es auch Tyskebryggen, also Deutsch-Brügge.

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Kleine Ateliers in Gamle Bergen

Wer meint, ein wenig Flair aus Lübeck wiederzuerkennen, täuscht sich nicht, denn tatsächlich gehörte dieser Teil der Stadt einst zur Handelsvereinigung Hanse und zwar als Niederlassung der Lübecker Hanekaufleute.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg aber war alles deutsche in Norwegen verpönt und als 1955 große Teile der Häuser Brygges einem Feuer zum Opfer fielen, dachte man darüber nach, die vorhandenen Häuser auch abzureißen. Doch glücklicherweise entschied man sich für den Wiederaufbau im alten Stil und so ist Bryggen heute das Bilderbuchpanorama Bergens. Als wir uns dort tummelten, von Corona und Masken war noch nicht die Rede, haben wir es als ziemlich überlaufen und voll erlebt.

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Die Menschen drängelten und schoben sich von einem Geschäft ins nächste. Ich denke, das wird heute viel besser organisiert sein. Denn trotz der vielen Menschen lohnt sich ein Besuch der kleinen Läden, in denen es Kunsthandwerk und typische Norwegerkleidung gibt.

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2.2. Fischmarkt

Wer auf dem Weg nach Brygge ist, wird unweigerlich eine der beliebtestens Sehenswürdigkeiten der Stadt überqueren – den Fischmarkt von Bergen. Hier an der Straße namens Torget wird seit dem 13. Jahrhundert Fisch und Meeresgetier verkauft.

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Gegen über von Bryggen

Was anfangs noch aus den Ruder- und Fischerbooten direkt feilgeboten wurde, kommt heute hygienisch und kükltechnisch korrekt auf Eis oder in Styroporkisten auf die langen Tische der Verkaufsstände. Längst stammt der Fisch nicht mehr nur aus einheimischen Gewässern, auch Exotisches lässt sich dort erstehen, ebenso wie die typischen Wollpullis, Süßigkeiten oder aber Fischbrötchen. Der Fischmarkt ist perfekt für einen Snackstopp zwischendurch.

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Die Standseilbahn zum Berg

2.3. Standseilbahn Fløibane in Bergen

Wer in Bergen weilt, muss nicht nur durch Bryggen schlendern, sondern auch eine Fahrt mit der Standseilbahn Fløibane unternehmen, so scheint es zumindest, wenn man in der Stadt weilt. Denn am Kassenhäuschen der Seilbahn ist eigentlich immer eine Schlange. Wir hatten Glück, denn wir waren rechtzeitig dran, bevor die vier Kreuzfahrtschiffe ihr Passiere auf Landgang gelassen haben. Das Funicular führt auf den Berg Fløyden und auch wenn es mit Anstehen und warten verbunden ist – die Auffahrt lohnt sich wirklich.

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Vorsicht mit der Flugroute!

2.4. Auf dem Fløyden

Wer mit der Standseilbahn gefahren ist, stellt schnell fest, dass sich auf dem Fløyden mehr entdecken lässt als nur die wundervolle Aussicht. Dort oben kann man einen kleinen Spaziergang unternehmen und trifft sogar auf eine Herde Ziegen, die fast handzahm sind. Kinder finden einen Spielplatz vor und Erwachsene unendlich viele Ecken, in denen sich der Blick auf die Stadt genießen lässt. An manchen Tagen kann man die Kreuzfahrtschiffe an den Terminals zählen.

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Ziegen auf dem Hausberg

2.5. Festplassen

Wer mit dem Bus nach Bergen kommt, erreicht als erstes den Festplassen, den Festplatz der Stadt. Ein besonders schöner Ort, denn dort kreischen nicht nur die Möwen über dem großen See, sondern auch der Park mitsamt der Gebäude rund um den Platz ist ein schöner Ort, um Grün zu tanken und sich vom Großstadtrummel oder der Reise auszuruhen. Der Festplassen war unser erster Eindruck von Bergen – und der war quirlig, bunt und sehr grün.

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2.6. Festung Bergenhus

Eine der ältesten Festungen des Landes ist die Festung Bergenhus. Sie befindet sich an der Einfahrt der Bucht Vågen und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Einst baute König Øystein Magnusson dort seinen Sitz, später wurde die Festung immer wieder erweitert und erneuert. Zuletzt während der deutschen Besetzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg, als die Festung als Wehrmacht-Stützpunkt diente. Heute ist das trutzige Gebäude größtenteils Museum, das sich mit der Thematik Krieg und die Rolle Norwegens befasst. Zudem ist die Festung noch immer Sitz des norwegischen Militärs.

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Statue mit Möwengast.

2.7. Sandviken und Gamle Bergen

Dieses Viertel gehörte für mich zu den Highlights der Stadt. Keiner der Insider-Tipps für Bergen, aber das muss ja auch nicht immer sein. Im Stadtteil Sandviken lässt sich Bergens altes Gesicht nachempfinden, eine Ansammlung alter Holzhäusern, die im Reihenhausstil dicht an dicht gebaut wurden. Wer dort hindurchspaziert, fühlt sich wie in einer alten Filmkulisse. Die Vorgärten sind oftmals herrlich bepflanzt, die Fensterbänke wunderschön dekoriert, es ist ein Augenschmaus.

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Gamle Bergen ist dominiert von Holzhäusern

3. Museen in Bergen

Zu den wichtigsten Museen in Bergen zählt das Hanseatische Museum. Es zeigt auf, wie die Handelsleute der Hanse einst in der Stadt lebten. Dort sind noch einige originale Einrichtungsgegenstände aufbewahrt worden. Die alte Handesstube ist ebenso sehenswert wie die zum Museum gehörende aber außerhalb gelegene Schötstuben. Zudem dokumentiert das Museum wie die Kaufleute von Lübeck mit ihren Segelschonern in die Stadt kamen. Das Haupthaus des Museums befindet sich grade in der Restaurierung, denn Finnegården zählt zu den ältesten Häusern Bergens.Zu den weiteren Museen der Stadt, die sich lohnen, zählen das Kunstmuseum sowie das Theater Den Nationale Scene, das älteste Norwegens. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zumEdvard-Grieg-Museum in Troldhaugen, dem ehemaligen Wohnsitz des Musikers.

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Das alte Viertel

4. Einkaufen in Husfliden

Mein Hightlight in Bergen war ein Shop, in dem man alte, norwegische Alltagsdinge kaufen konnte. Es sah aus, wie aus einer Landzeitschrift. Trachten, alte Wollsocken, Holzspielzeug für Kinder – unendlich viele schöne Dinge, die meine Kreativität angeregt haben. Wie ich erst später herausbekam, ist es ein Laden der Vereinigung der Kunsthandwerker des Landes.

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Tatsächlich ist alles echt norwegisch, was dort feilgeboten wird. Dabei gibt es nicht nur Traditionelles, sondern auch sehr moderne Kleidung, Regenjacken oder Kleider, Taschen oder Schuhe. Meiner Meinung nach ein echter Insidertipp für Bergen.

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Filzkinderschuhe, echt handgemacht aus Norwegen

5. Restaurants in Bergen

Rund um Torgatten und Vestre Torggatten gibt es einige schöne Cafés, in denen man zu Studentenpreisen frühstücken oder snacken kann.

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Macarons gibt es auch in Norwegen

Wir haben uns sofort in das Roll & Rock Bar and Diner in der Skostredet verliebt. Veggie-Burger, Milchshake und Pommes – und anschließend rollten wir zurück zum Busbahnhof. Man sitzt dort toll draußen zwischen witzigen, anderen Menschen und kann prima Passenten gucken, die durch die Straße spazieren.

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Das Diner in Bergen

Schön zum Frühstücken fanden wir auch das Café Dromedar oder gegenüber die Bäckerei God Brod. Wer es lieber süß mag und Kuchen liebt, sollte auf einen Stopp in der Sweet Rain Konditori nicht verzichten.

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6. Nach Bergen mit dem Bus

Du bist in Norwegen unterwegs und möchtest nicht mit deinem Auto nach Bergen? Das ist überhaupt kein Problem, denn die Stadt ist super angeschlossen an das öffentliche Verkehrssystem. Mich würde das Auto in Bergen eher stören, lieber einen Parkplatz suchen und dann gemütlich mit dem Bus fahren. Übrigens gilt das besonders für Womo-Fahrer, warum einen Parkplatz suchen, wenn der Bus so prima ins “Sentrum” von Bergen fährt?

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Streetart
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Typische Boutique in Bryggen.
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Bäckerei mit Biofaktor

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