Insidertipps für Edinburgh: Sehenswürdigkeiten, Food und ganz viel Harry Potter

Edinburgh Tipps & Sehenswürdigkeiten
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Wohin an einem verlängerten Wochenende? Nach Edinburgh! Die schottische Hauptstadt hält viele Überraschungen parat. Meine Insidertipps für ein magisches Wochenende in Edinburgh mit ganz vielen Harry-Potter-Momenten.

Warum nach Edinburgh reisen?

Fahr nach Edinburgh, haben sie mir geraten. Das ist besser als London – sagten sie, Freunde, Reisejournalisten und Kollegen. Gründe haben sie keine spezifischen genannt, außer, dass sie alle diesen träumerischen Blick bekamen und sich in Schwärmereien von Einzelheiten verfingen. So tolle Kneipen. Die Stadt abends ist super. Die Burg. Ok, dieses unvollständige Puzzle an Eindrücken wollte ich vervollständigen. Ich fing an mich zu informieren und mit jedem Bild, das ich aus der Stadt sah, wurde mein Interesse größer. Edinburgh ist eine richtig mystische Stadt mit einer der ältesten Universitäten. Alte Dinge mag ich sowieso. Und meine Sehnsucht, nach mystischen Erlebnissen, die solche Städte mit Schlössern, kleinen Gassen und Häusern wie aus einem Film versprühen, war geweckt. Also gut, auf nach Edinburgh, mit dem Teenagermädchen. Ich war noch nie in Schottland und war gespannt auf Kilts, schottischen Humor, britische Einflüsse und eine völlig andere Kultur. Doch warum Edinburgh? 

Gründe für eine Reise nach Edinburgh

Gründe für eine Reise nach Edinburgh gibt es viele. Da ist zunächst die Mystik, die die Stadt umgibt. Überall gibt es Geistertouren, alte Gewölbe und mittelalterliche Geschichten. Vielleicht kommt das vom erloschenen Vulkan, auf dem die die mächtige, alte Burg thront? Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, steckt voller Kontraste: Geschichte und Moderne, Natur und Kultur, Pubs und Paläste. Und das alles in einer Größe, die sich prima zu Fuß bewältigen lässt. Zudem: Nicht nur die Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten, auch die Umgebung.

Kosten: Ist Edinburgh teuer?

Ja, Edinburgh ist keine Stadt, in der man spart. Wie alles im Vereinten Königreich, ist auch Edinburgh teuer. Doch mit ein paar Tricks kann man die Kosten klein halten, ohne auf Genuss zu verzichten.

  • Airbnb statt teures Hotel: Hotels sind in Edinburgh tatsächlich teuer. Wer stattdessen ein Airbnb sucht, kommt zumeist günstiger dabei weg. Am besten in den Vierteln rund den Haymarket oder die Universität.
  • Essen im Supermarkt kaufen, anstatt jede Mahlzeit im Restaurant nehmen, es gibt gute Alternativen in den Supermärkten.
  • Beim Asiaten essen.
  • Nicht auf den großen Touristenstraßen essen, besser im Univiertel
  • Busfahren mit dem Tagesticket.

Meine Top 11 in Edinburgh

  • Victoria Street
  • Greyfriars Kirkyard
  • Edinburgh Castle
  • Circus Lane
  • Sonnenuntergang am Calton Hill & Arthur’s Seat
  • Kostenloses Museum: Writers’ Museum
  • In Doppeldecker-Bus fahren
  • Grünes Dean Village 
  • Die königliche Yacht Britannia
  • Schlendern auf der Royal Mile
  • Die schönen Cafés und Pubs

Sehenswürdigkeiten in Edinburgh

Victoria Street

Wer seine Tour durch die Stadt richtig magisch und wie aus dem Harry-Potter-Buch beginnen möchte, der startet in Victoria Street. Dort ballt sich auch das touristische Leben, es ist aber auch wirklich ein einmaliger Ort, in dem man glaubt, Harry, Hermine und Ron kommen gleich um die Ecke. Tatsächlich hat die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling in Edinburgh gelebt und war in dieser Straße oft zu Gast in einem Café – dem Elephant House. Es ist bis heute ein Café, allerdings, wie fast alles in der Straße, völlig überlaufen und es ist schwer, dort einen Platz zu bekommen. Dennoch lohnt sich der Besuch in der Straße definitiv. Dort steht das blaue Auto, der fliegende Ford Anglia, mit dem Harry im Band „Kammer des Schreckens“ zur Schule gefahren ist. Auch sehenswert sind die vielen Läden, die Harry-Potter-Merchandise verkaufen, vom Zauberstab bis zum Umhang oder Zaubertränkebuch.

Greyfriars Kirkyard

Auf diesem Friedhof war Joanne K. Rowling garantiert auch: Dort befindet sich nämlich das Grab von Thomas Riddell. Auch William McGonagall und Elizabeth Moodie sind hier begraben, berühmte Namen aus den Harry-Potter-Romanen. Seit mehr als 400 Jahren finden die Toten hier nahe des Grassmarkets ihre letzte Ruhestätte. Seinen Namen hat der Friedhof von den Franziskanern, die aufgrund ihrer grauen Roben als Greyfriars bekannt geworden waren. Das Grab von Tom Riddle ist übrigens leicht zu finden, einfach den Menschen folgen, die mit ihren Handys dort fotografieren.

Edinburgh Castle

Es ist wohl Schottlands berühmteste Festung: Am oberen Ende der Royal Mile von Edinburgh befindet sich Edinburgh Castle. Es steht auf dem Felsen Castle Rock, einem erloschenen Vulkan, und thront über der Stadt. Die Burg wurde bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Bau wurde mehrfach zerstört, so dass die Burg ein Spiegelbild verschiedener Architekturstile der Jahrhunderte ist. Einst residierte hier auch Maria Stuart, sehenswert sind heute vor allem die Kronjuwelen sowie die Kanone „One O’Clock Gun“. 

Circus Lane

Sie gehört zu den wohl berühmtesten Straßen der Stadt – die Circus Lane verkörpert eine typische Straße mit den Reihenhäuschen aus Stein, hübschen Pflanzen und Efeu zwischendrin, man glaubt in einem romantischen Film gelandet zu sein. Unbedingt anschauen! 

Sonnenuntergang am Calton Hill & Arthur’s Seat

Was man unbedingt in Edinburgh getan haben muss? Den Sonnenuntergang auf dem Calton Hill besuchen! Auf mehr als 100 Metern Höhe ergibt sich nicht nur ein wundervoller Blick über die Stadt, dort oben finden sich auch zahlreiche Monumente. Ein wenig hat es mich an Athen erinnert, nicht umsonst wird es auch als „Athen des Nordens“ bezeichnet. Dort erinnert das National Monument an die Zeit der Kriege mit Napoleon, Das Dougal Steward Monument ist wohl das bekannteste Fotomotiv. der Säulenpavillon erinnert an einen schottischen Philosophen. Trotz der schönen Ausblicke über die Stadt lohnt sich der Rundgang auf dem Calton Hill, dort finden sich noch weitere schöne Bauten, etwa das Observatorium und den Turm des Nelson-Monumentes. Übrigens: Am 30. April gibt es hier oben ein großes Beltane-Feuer. 

Edinburgh Tipps & Sehenswürdigkeiten
Observatorium auf Calton Hill.

Writers’ Museum

Das Writers’ Museumist einer dieser Orte, die man leicht übersieht – und genau deshalb so schön sind. Versteckt in einer kleinen Gasse nahe der Royal Mile widmet sich das kostenlose Museum den großen schottischen Schriftstellern wie Robert Burns, Sir Walter Scott und Robert Louis Stevenson. In den ruhigen Räumen mit alten Porträts, Manuskripten und persönlichen Gegenständen bekommt man ein gutes Gefühl dafür, welchen Stellenwert Literatur in Schottland hat. Ideal für eine kurze Pause abseits des Trubels – und perfekt, wenn draußen mal wieder typisches Edinburgh-Wetter herrscht.

Dean Village

Dean Village liegt nur zehn Gehminuten von der Princes Street entfernt und fühlt sich trotzdem an wie ein kleines Dorf auf dem Land. Entlang des Water of Leith stehen alte Mühlenhäuser mit schiefen Dächern, Kopfsteinpflaster und kleinen Brücken, die eher an ein Märchenbuch als an eine Hauptstadt erinnern. Besonders schön ist der Blick von der Dean Bridge hinunter auf den Fluss, morgens oder am frühen Abend, wenn es ruhig ist. Wer Edinburgh abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten erleben will, sollte hier unbedingt einen kurzen Spaziergang einplanen. In den engen Gässchen mit den alten Häusern lässt sich vergessen, dass man bereits im 21. Jahrhundert angekommen ist. Der Fluss Leith zieht sich durch die Szenerie von Dean Village – herrlich, um einen Spaziergang zu unternehmen. 

Die königliche Yacht Britannia

Die Royal Yacht Britannia liegt im Hafen von Leith und ist ein spannender Kontrast zur mittelalterlichen Altstadt. Das ehemalige schwimmende Zuhause der britischen Königsfamilie kann heute besichtigt werden und gibt einen sehr persönlichen Einblick in das Leben an Bord – von den Staatsräumen bis zu den privaten Kabinen. Der Ausflug lohnt sich besonders in Kombination mit einem Bummel durch Leith, das sich in den letzten Jahren mit guten Restaurants und Bars zu einem der interessantesten Viertel Edinburghs entwickelt hat.

Royal Mile

Die Royal Mile ist das historische Herz von Edinburgh und verbindet das Edinburgh Castle mit dem Palace of Holyroodhouse. Entlang der Straße reihen sich alte Häuser, kleine Läden, Pubs und immer wieder schmale „Closes“, die von der Hauptachse abzweigen und oft überraschend ruhig sind. Am schönsten ist die Royal Mile früh morgens oder am Abend, wenn die großen Besucherströme verschwinden und man die besondere Atmosphäre wirklich wahrnimmt. Wer Zeit hat, sollte bewusst in die Seitenstraßen abbiegen – dort verstecken sich oft die spannenderen Ecken.

Pubs und Cafés in Edinburgh

Edinburgh hat eine lebendige Pub- und Restaurantszene – von urigen Traditionskneipen bis zu modernen Bistros mit regionaler Küche. Klassische Pubs wie The Last Drop oder The Sheep Heid Inn stehen für gemütliche Atmosphäre, gutes Ale und ehrliche Küche, während kleine Cafés und Bäckereien die Stadt perfekt für Frühstück und Kaffeepausen machen. Sehr beliebt ist The Milkman in der Cockburn Street. Kleiner Tipp: Die Filiale in Cockburn Street 52 ist fast immer überfüllt, wir waren in der gegenüberliegenden Filiale Cockburn Street Nummer 7, fantastisches Essen, aber weniger Menschen.  Generell lohnt es sich, Stoßzeiten zu meiden oder etwas abseits der Royal Mile zu essen, denn dort sind Qualität und Stimmung oft deutlich entspannter.

Übernachten in Edinburgh

Übernachten in Edinburgh ist verdammt teuer. Tatsächlich habe ich mich erschrocken, als ich die Preise gesehen habe. Wir haben im Bruntsfield Hotel übernachtet, das würde ich nicht wieder tun, es war völlig überteuert für das, was die Zimmer geboten haben, die Zimmer dürften gern einmal eine richtige Renovierung bekommen. Unser Zimmer war zudem sehr stickig und nicht sauber. Aber die Gegend stimmte, wenn ich noch mal nach Edinburgh reisen würde, würde ich mir genau dort ein Airbnb suchen, der Busanschluss in die Stadt war ideal.

Weitere Harry-Potter-Orte rund um Edinburgh

Du suchst nach weiteren Harry-Potter-Orten rund um Edinburgh? . Wer noch tiefer eintauchen möchte, sollte einen Tagesausflug einplanen: Die Zugfahrt Richtung West Highlands führt über spektakuläre Strecken, die an die Landschaft der Hogwarts-Express-Filmszenen erinnern, besonders bekannt ist die Route mit dem Glenfinnan-Viadukt.

Unterwegs in der Stadt

Das mochte ich sehr: In Edinburgh ist das Fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln günstig. Wir haben uns Tageskarten gekauft, sie sind direkt beim Busfahrer erhältlich und gelten auch für die U- und S-Bahn. 

Anreise nach Edinburgh 

Die Anreise nach Edinburgh finde ich einfach, denn es fliegen einige Low-Cost-Airlines wie Ryanair oder Easyjet nach Edinburgh, der Flughafen ist ungefähr eine Dreiviertelstunde mit der Bahn von der City entfernt. Achtung! Unbedingt ein passendes Ticket lösen, an der Endstation wird streng kontrolliert und im schlechtesten Fall ordentlich Strafe abkassiert!

Das gehört in den Koffer – Packliste für Edinburgh

  • Regenschirm
  • Regenjacke oder wetterfeste Übergangsjacke
  • Bequeme, wasserfeste Schuhe (Kopfsteinpflaster!)
  • Warmer Pullover oder Hoodie – auch im Sommer
  • Schal oder dünne Mütze gegen den Wind
  • Kleiner Rucksack für Stadterkundungen
  • Reiseadapter (UK-Steckdosen)
  • Tagesrucksack oder Stoffbeutel für Einkäufe
  • Kamera oder Smartphone mit ausreichend Speicher
  • Lippenpflege und Handcreme (Wind & Wetter)
  • Optional: Reiseführer oder Offline-Karte fürs Handy

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Wer schreibt hier?

Hallo! Ich bin Andrea Lammert. Als Wegreisende, Bücherschreibende und Bloggerin bin ich stets auf Achse.

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