Der Harz ist nicht nur im Sommer zum Wandern schön, sondern besonders im Winter. Doch wo sind die schönsten Stellen für den Winterurlaub im Harz? Wo kann man rodeln, skifahren oder auf Weihnachtsmärkten schlendern? Meine Wintertipps für den Harz. Denn das norddeutsche Gebirge ist im Winter besonders schön.
Die 11 schönsten Winteraktivitäten im Harz
- Den Brocken im Winter erleben
Eine Wanderung oder Fahrt mit der Brockenbahn durch verschneite Wälder gehört zu den eindrucksvollsten Wintererlebnissen im Harz. Bei klarem Wetter reicht der Blick weit über das Mittelgebirge. - Rodeln in Hahnenklee
Rund um Hahnenklee gibt es mehrere Rodelhänge für Familien und Wintersportler. Sobald ausreichend Schnee liegt, gehören Schlittenfahren und Winterspaziergänge zu den beliebtesten Aktivitäten. - Gefrorene Wasserfälle entdecken
Wenn der Frost mehrere Tage anhält, verwandeln sich der Radauwasserfall oder der Romkerhaller Wasserfall in beeindruckende Eislandschaften. Die riesigen Eiszapfen sind ein beliebtes Fotomotiv. - Den Luchsen begegnen
Gerade im Winter stehen die Chancen etwas besser, einen Luchs zu entdecken. Da die Tiere intensiver auf Nahrungssuche sind und die Wälder weniger dicht bewachsen sind, werden sie mit etwas Glück häufiger gesichtet – auch wenn eine Begegnung natürlich immer ein seltenes Naturerlebnis bleibt. - Winterwanderung rund um die Seen bei Clausthal-Zellerfeld
Der Oberharz mit seinen zahlreichen Teichen wirkt im Winter fast märchenhaft. Verschneite Uferwege, vereiste Wasserflächen und stille Wälder machen Spaziergänge rund um den Okerteich, den Hirschler Teich oder den Prinzenteich besonders reizvoll. - Beim Windbeutelkönig einkehren
Nach einer Wanderung gibt es kaum etwas Schöneres als einen riesigen Harzer Windbeutel mit Blick auf die Okertalsperre. Das Traditionslokal gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region. - Mit der Brockenbahn durch den Winter fahren
Schon die Fahrt mit der historischen Dampflok ist ein Erlebnis. Wenn die Lokomotive dampfend durch verschneite Fichtenwälder fährt, fühlt sich die Reise wie eine Zeitreise an. - Langlaufen auf den Harzer Loipen
Besonders rund um Sonnenberg, Torfhaus oder Oderbrück finden Langläufer bei guten Schneeverhältnissen hervorragend präparierte Loipen durch die Winterlandschaft. - Harzer Fachwerkstädte im Winter entdecken
Orte wie Wernigerode, Quedlinburg oder Goslar wirken mit ihren Fachwerkhäusern und den weihnachtlich geschmückten Gassen besonders stimmungsvoll. Selbst nach Weihnachten laden die Altstädte zu gemütlichen Spaziergängen ein. - Den Nationalpark im Winter fotografieren
Raureif, verschneite Moore, knorrige Bäume und Nebelschwaden sorgen für einzigartige Fotomotive. Vor allem morgens entstehen hier beeindruckende Winterstimmungen. - Wellness nach der Winterwanderung
Nach einem Tag in Schnee und Kälte tut ein Besuch in einer Therme oder einem Wellnesshotel besonders gut. Sauna, warmes Wasser und ein Blick auf die verschneite Landschaft bilden den perfekten Abschluss eines Wintertages im Harz.
Gefrorene Wasserfälle
Nicht nur in Süddeutschland lassen sich im Winter beeindruckende gefrorene Wasserfälle entdecken. Auch der Harz verwandelt sich bei länger anhaltendem Frost in eine faszinierende Eislandschaft. Sobald die Temperaturen über mehrere Tage deutlich unter den Gefrierpunkt sinken, entstehen an vielen Wasserfällen meterhohe Eiszapfen, glitzernde Eisvorhänge und bizarre Formationen, die wie kunstvolle Skulpturen wirken. Für Fotografen und Winterwanderer gehören diese Naturbilder zu den schönsten Motiven der kalten Jahreszeit.
Ein besonders bekanntes Beispiel ist der Radauwasserfall bei Bad Harzburg. Ebenso wie der Romkerhaller Wasserfall liegt er direkt an der Straße und ist deshalb ohne lange Wanderung gut erreichbar. Beide Wasserfälle sind – wie alle Wasserfälle im Harz – künstlichen Ursprungs. Dennoch stehen sie den natürlichen Vorbildern optisch kaum nach. Vor allem im Winter, wenn das Wasser teilweise oder vollständig gefriert, entfalten sie einen ganz eigenen Zauber und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Wer den Harz in einer Frostperiode besucht, sollte sich dieses eindrucksvolle Naturschauspiel nicht entgehen lassen.
Den Brocken im Winter erleben
Der Brocken ist im Winter ein ganz besonderes Erlebnis. Sobald Schnee fällt – und das kann am Brocken schon ab Oktober passieren – verwandelt sich der höchste Berg des Harzes in eine beeindruckende Winterlandschaft mit verschneiten Fichten, vereisten Wegen und einer oft mystischen Atmosphäre. Wer den Gipfel erreichen möchte, hat gleich zwei Möglichkeiten: Entweder geht es zu Fuß auf einer der beliebten Wanderstrecken hinauf, etwa ab Torfhaus, oder ganz entspannt mit der historischen Brockenbahn. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn fährt auch im Winter durch tief verschneite Wälder und macht schon die Anreise zu einem Erlebnis. Ob zu Fuß oder mit der Bahn – bei klarem Wetter wird man auf dem Gipfel mit einer spektakulären Aussicht über den winterlichen Harz belohnt.
Rodeln im Harz
Wo kann man im Harz gut rodeln? In Hahnenklee zum Beispiel auf der Bockswiese. Oder entlang eines Baches mit dem Namen Hühnerbrühe. Aber auch in Altenau, Hahnenklee oder Clausthal finden sich schöne Pisten. Einfach den Schlitten mitnehmen und los. Und wer nicht rodeln mag, zieht auf dem Schlitten einfach einen Picknickkorb mit Tee und Leckereien hinter sich her. Oder gleich mit Glühwein.
Windbeutel an der Okertalsperre
Windbeutel essen mit Blick auf die Okertalsperre – das ist genau das Richtige für einen kalten, nebligen Wintertag im Harz. Während draußen Wind und Schnee über das Wasser ziehen, lässt sich die gemütliche Einkehr mit einer heißen Tasse Kaffee oder Schokolade und einem frisch zubereiteten Windbeutel besonders genießen. Wie wäre es also mit einem Besuch beim Windbeutelkönig? Das Ausflugslokal gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Einkehrzielen im Harz und ist für viele Besucher längst ein fester Bestandteil eines Harzurlaubs.
Windbeutel gelten im Harz inzwischen fast als kulinarisches Markenzeichen. Das liegt vor allem an der langen Tradition der großen Windbeutelhäuser in der Region, die den luftigen Brandteig zu einer echten Spezialität gemacht haben. Viele Wanderer, Motorradfahrer und Ausflügler kehren nach einer Tour dort ein und gönnen sich die üppig gefüllten Riesengebäcke. Gerade die Kombination aus Naturerlebnis und gemütlicher Einkehr hat den Windbeutel zu einem typischen Harzer Genuss werden lassen.
Doch Achtung: Diese Windbeutel haben es wirklich in sich – sie sind riesig und machen ihrem Ruf alle Ehre. Klassisch werden sie mit reichlich Schlagsahne und Blaubeeren serviert, doch längst gibt es auch kreative Varianten mit Kirschen, Eis oder Schokoladensoße. Wer es lieber herzhaft mag, kann sogar einen deftigen Windbeutel probieren. So findet jeder die passende Variante – und nach einer Winterwanderung schmeckt dieses Harzer Original gleich doppelt so gut.
Raureif und Nebel an der Okertalsperre erleben
An kalten Wintermorgen lohnt es sich, früh aufzustehen. Besonders an der Okertalsperre entstehen dann oft zauberhafte Landschaften aus Raureif und aufsteigendem Nebel. Während sich über dem Wasser feine Nebelschwaden bilden, überzieht der Raureif Gräser, Äste und Sträucher mit einer glitzernden Eisschicht. Je nach Sonnenstand funkeln die Eiskristalle wie Millionen kleiner Diamanten und verwandeln die Umgebung in ein echtes Winterwunderland.
Vor allem Fotografen kommen hier auf ihre Kosten, denn das Zusammenspiel aus stillem Wasser, Nebel und den weiß überzogenen Wäldern sorgt für außergewöhnliche Motive. Aber auch ohne Kamera ist ein Spaziergang entlang der Okertalsperre in dieser Stimmung ein unvergessliches Erlebnis – ruhig, fast lautlos und typisch Harzer Winter.
Eisbaden anschauen und mitfrieren
In den ersten Januartagen gehen viele Menschen im Harz der Tradition des Eisbadens nach, vor allem in Buntenbock oder in den Seen rund um Clausthal-Zellerfeld kann man jetzt Menschen finden, die mit der Axt ein Loch in den See hauen, um sich dann ins Eiswasser zu legen. Brrrrhhhh!
Durch das weihnachtliche Stolberg
Es gibt einen Ort im Harz, der ist einfach romantischer als alle anderen: Stolberg. Die Straßen sehen aus wie gemalt. Und mittendrin ist noch eine Keksfabrik, wenn das nicht richtig weihnachtlich ist! Das ist übrigens nicht nur zu Weihnachten schön, sondern immer im Winter! Und im Sommer. Im Herbst. Und im Frühling sowieso.
Winterliches Wernigerode
Die es da thront im Abendlicht. Das Schloss von Wernigerode ist märchenhaft schön. Noch viel schöner ist aber ein Bummel durch die Innenstadt. Mit den vielen Fachwerkhäusern und den Lichterketten kommt garantiert Weihnachtsstimmung auf – vielleicht liegt ja sogar Schnee. Im Winter sieht dieser Ort einfach aus wie eine Puppenstube.
Kunsthandwerk im Harz

Winterzeit ist Kerzenzeit. Wie wäre es mal, in eine Wunderland aus Kerzen zu stehen? Dann auf nach Bad Sachsa. Dort befindet sich die Harzer Kerzenwerkstatt.
Zu Weihnachten gehört eine Krippe mit Holzfiguren. Wie wäre es, mit einer Figur anzufangen und bei jedem Harzbesuch eine weitere mitzubringen? In Altenau gibt es eine Holzschnitzerei schon in der siebenten Generation. Einfach mal vorbeigehen und bei der Schnitzerfamilie Meier stöbern.
Auch in Goslar gibt es einen Platz, an dem es gutes Kunsthandwerk gibt: Das Große Heilige Kreuz. Das ehemalige Armenhaus der Stadt ist heute ein Ort, an dem sich Papierkünstler, Goldschmiede oder Glaskünstler tummeln und ihre Produkte anbieten. Zauberhaft in dieser schönen Umgebung!
Wenn wir beim Kunsthandwerk aus dem Harz sind, dann gehören zwei Plätze unbedingt dazu: Der Kunsthandwerkerhof in Zellerfeld und die Glasmanufaktur Harzkristall.
Luchse treffen
An Wintertagen in der Dämmerung ist es am besten: Dann trauen sich die Luchse aus ihren Verstecken und stolzieren auch mal erhobenen Hauptes über die Straße. Also Augen auf – jetzt ist eine gute Zeit, um Luchse zu treffen.











Ein Kommentar
Ich finde den Harz ebenfalls sehr interessant. übrigens lässt er sich auch mit den schnellen Brettern an den Füßen gut erkunden. Warst du mal in Torfhaus? Oder Hohegeiß? Tolle Langlaufgebiete…