Alternativen zu Spinat: Mangold, Melde und Co

Alternativen zu Spinat: Mangold, Melde, Brennnessel und Kürbisblätter

Es muss nicht immer Blattspinat sein – es gibt genug Alternativen, die ebenso im heimischen Garten wachsen: Kürbisblätter, Melde, Mangold oder auch Brennessel.

Blattspinat finde ich lecker – habe ich aber nicht immer schnell zur Hand. Mit einigen anderen Gewächsen ist das anders, die sind von Frühjahr bis Herbst reichlich vorhanden. Etwa Kürbisblätter. Sie eignen sich auch als Spinat, man kann sie auch ähnlich zubereiten, das habe ich in Afrika gelernt. Der Geschmack? Etwas stärker als der von Blattspinat, vor allem, wenn die Blätter älter sind. Junge Blätter sind zarter. Ein Rezept dazu habe ich hier veröffentlicht.

Melde schätzte schon mein Opa, der mir begebracht hat, dass sie viel leckerer als Spinat sein kann. Recht hatte er – und Melde wächst bei mir im Garten wie verrückt. Und dass sie gerade Samen trägt, soll nicht stören, man kann diese gut mitessen, sie geben einen besondere Note. Melde schmeckt etwas nussig, finde ich. Und nicht so sämig wie der Spinat.

Brennnesseln: So unbeliebt wie sie im Garten sind, so gesund sind sie. Aber sich erstmals daran zu wagen, Brennnesseln zu essen, hat mich etwas Überwindung gekostet. war dann aber doch überraschend lecker. Verwendet werden sollten allerdings nur die frischgrünen Blätter, die älteren sind, wie bei fast allen Spinat-Alternativen, zu herb.

Mangold: Ich gebe es zu: Den Mangold habe ich nur wegen seiner hübsch bunten Stile angepflanzt. Jetzt habe ich den Salat – äh, Spinat. Denn nicht nur als Salat kann man die Blätter verwenden, sondern auch auch Spinat, mir schneckt es viel besser als Spinat, weil Mangold so lecker herb ist. Die Stile übrigens haben ein ganz spezielles Aroma, sehr zart, finde ich.

Bei vielen Spinat-Gerichten mische ich übrigens gesalzene Nüsse unter den Spinat, so erspare ich mir das Salzen und es gibt auch noch etwas zum Kauen.

Alternativen zu Spinat; Mangold, Melde, Kürbisblätter oder Brennnesseln

Mangoldfarbenvielfalt

 

5 Kommentare

    • Lieber Manni, dieser Kommentar gehört zu meinen liebsten – das ist ja so herrlich und so schön trocken. Genauso ging es uns doch allen, oder? Spinat kam gehackt aus der Papierbox aus der Tiefkühltruhe. Wenn mein Opa mir nicht einst Melde unter die Nase gerieben hätte, wäre das bei mir bestimmt heute noch so. Aber Opa hat mir eben die Natur gezeigt und was man alles essen kann. Und das finde ich erstaunlich. Übrigens sind Wildgemüse und Wildkräuter oftmals viel nahrhafter als die gezüchteten.
      Liebe Grüße

  1. Das ist so witzig, dass du in deinem Beitrag zu den Alternativen FÜR Spinat schreibst.

    Wir haben ja leider keinen Garten und sind ständig im Gemüsehandel oder auf dem Markt auf der Suche nach Mangold. Immer wieder bekommen wir die gleiche Antwort: „Haben wir nicht. Nehmen Sie doch Spinat stattdessen.“ Ich wusste bereits, dass Spinat alternativ genommen werden kann, mein Mann ist jedoch immer ein bisschen verunsichert, wenn er nach einem Rezept etwas kochen möchte und dann eine Zutat nicht bekommt. Ich wünschte, hier gäbe es mal Mangold, denn ich liebe dieses herbe Grün sehr.

    Viele Grüße

    Anni

    • Liebe Anni,
      das ist ja ein lustiger Umkehrschluss. Schade, wenn es nicht mal auf dem Markt Mangold gibt, und dann ist der ja auch noch so schön bunt. Ich verstehe das gar nicht. Ja, es lohnt sich, die Alternativen einmal auszuprobieren, oftmals sind sie leckerer als das Original.
      Hab einen schönen Sonntag, schön, dass du vorbeigeschaut hast.
      Andrea

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