Unterhalb der Burg Regenstein, erreichbar durch eine kleine Wanderung, befindet sich eine Landschaft, die eher Strand als an den Harz erinnert: Die Sandsteinhöhlen bei Blankenburg.
Die Höhlen bei Burg Regenstein
Wer von Burg Regenstein in die Weite schaut, wird ihn sehen, den kleinen hellen Fleck in der Landschaft, die von Kiefernwäldern geprägt ist. Zwischen Blankenburg und Halberstadt befindet sich ein Naturdenkmal, das es wohl in dieser Form kein zweites Mal gibt, jedenfalls nicht im Harz. Die Sandsteinhöhlen, oder wie sie auch gern und oft genannt wetden, die Sandhöhlen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch wenn es grau und winterlich ist. Es ist ein schönes Ausflugsziel im Harz, das sich mit einer leichten Wanderung gut erreichen lässt.

Wanderung zu den Höhlen
Der Weg lässt sich ganz einfach finden. Vom Parkplatz bei Burg Regenstein aus führt ein Weg zur Burgruine, dorthin wollen wir dieses Mal nicht, obwohl sie auch wunderschön ist. Der Wanderweg zu den Sandsteinhöhlen führt links am Weg zur Burg vorbei. Wer dort wandert, trifft noch auf die Ausläufer der Burg, die sich am Fuße des Burgberges zeigen, Mauern und Kammern und mitunter auch ein Blick auf die beeindruckende Burgruine. Der Wanderweg schlängelt sich durch Kiefernwald mit schönen Lichtungen. Mir ist aufgefallen, dass dort viele Singvögel waren, Kleiber kletterten an Baumstämmen hinab und Meisen und Rotkehlchen sangen aus den Bäumen.

Der Weg zu den Höhlen ist gut ausgeschildert und dauert etwa eine halbe Stunde. Es hängt ja immer vom eigenen Gehtempo ab, wie schnell man vorankommt. Doch irgendwann wird der Wald plötzlich lichter und dann tut sie sich auf, die große Lichtung mit dem fast gleißend weißen Sand.

Heimatforscher meinen, dass sich an dieser Stelle einst ein Tingplatz befunden haben könnte. Fest steht, dass dort eine ganz besondere Kraft zu spüren ist. Auch wenn viele Menschen hinkommen, Und selbst wenn viele Menschen in den weichen Sandstein Schrift und Bildchen einritzen, scheinen die Höhlen dem zu trotzen. So schön manche Sandsteinschnitzereien auch aussehen, es ist dennoch dringend davon abzuraten, sich dort zu verewigen, denn jedes weitere Schnitzen macht die Höhlen brüchiger und verletzt sie noch mehr.

Entstehung der Sandsteinhöhlen von Blankenburg
Die Sandhöhlen verstecken sich in drei Meter hohen Felsen, die teilweise von Wind und Wetter rundgewaschen sind. Tatsächlich ist der Sand fein wie an manchem Sandstrand und eine perfekte Sandkiste für Kleine. Also sind die Sandsteinhöhlen ein schönes Ziel für den Harz mit Kindern. So ist diese einzigartige Landschaftsformation entstanden. Einst wurde an dieser Stelle Sand abgebaut, um ihn zum Beispiel als Scheuersand zu nutzen. So entstanden auch die Höhlen, die als Reste der Quarzsandgewinnung übrig geblieben sind.

Anfahrt zu den Sandsteinhöhlen
Mit dem Auto steuert man Blankenburg an, die Burg Regenstein wird ins Navi eingegeben. Von dort aus beginnt eine anspruchsvolle Wanderung, teilweise auch ganz schön steil bergab.

Parkplatz an den Sandsteinhöhlen Blankenburg
Es gibt keinen direkten Parkplatz an den Höhlen, der nächste Parkplatz ist der unterhalb der Burg Regenstein.

Wanderung zu den Sandsteinhöhlen von Blankenburg
Der Wanderweg führt vom Parkplatz der Burg Regenstein zu den Sandhöhlen, es sind etwa 1,2 Kilometer, für die gute 20 Minuten einzuplanen sind. Wer noch Puste hat, besucht die Regensteinmühle, die noch mal 20 Minuten von den Sandhöhlen entfernt zu finden ist.
