Typisch deutsch: Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte Rezept

Es gibt kaum Rezepte, die so sehr mit unserem Land verbunden sind wie dieses. Und für viele im Ausland ist allein schon der Name ein Zungenbrecher: Schwarzwälder Kirschtorte. Manchmal ist man im Ausland und soll oder will etwas typisch Deutsches kochen oder backen. Das sind bei mir oft Kartoffelpuffer, die meine tansanische Zimmerschwester als “Katoffipuffi” bezeichnet hat. Aber manchmal wird es auch richtig festlich im Ausland und dann muss eine Schwarzwälder Kirschtorte her. Dieses Rezept ist erprobt und (mit Pannen natürlich, ich bin keine Backqueen) für gut befunden worden. Diese Schwarzwälder Kirschtorte ist ohne Alkohol und mit Dinkelmehl und braunem Rohzucker.

Schwarzwälder-Kirschtorte – das Rezept

Zutaten Teig 1 (Knetteig)

  • 125 g Dinkelmehl
  • 10 g Kakao
  • 1 Msp. Backpulver
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1 Päkchen Vanilinzucker (ich habe es weggelassen)
  • 1 Prise Salz
  • 100 Butter (Margarine geht auch)

Zutaten Teig 2 (Biskuitbasis)

  • 4 Eier
  • 2 EL heißes Wasser
  • 100 g Rohrohrucker
  • 1 Pkt. Vanilinzucker
  • 75 g Dinkelmehl
  • 30 g Stärke
  • 10 g Kakao
  • 1 Msp Zimt (mindestens, bei mir war es viel mehr)
  • 1/2 TL Backpulver

Zutaten für die Füllung

  • 720 g Sauerkirschen aus dem Glas (entsteint) oder 750 g frische Sauerkirschen und 75 g Zucker
  • 30 g Stärke
  • 25 g Zucker
  • 1 l Sahne
  • 50-75 g Puderzucker
  • 4 Päkchen Sahnesteif
  • Raspelschokolade

Schritt 1: Knetteig aus Zutaten 1 herstellen: Die Butter schmelzen und beiseite stellen, Mehl, Kakao, Zucker, Backpulver und Salz vermischen, Butter unterrühren und auf den mit Backpapier ausgelegten Boden einer Springform geben. etwa 15-20 min bei 170 Grad (vorgeheizt) backen.

Schritt 2: In der Backzeit Teil 2 aus den Zutaten für den Biskuitteig herstellen: Die Eier mit dem heißen Wasser mit dem Rührgerät mindestens eine Minute lang schlagen, dann ergibt sich daraus ein wunderbarer, gelber Schaum. Zucker hinzufügen und nochmals mindestens ein bis zwei Minuten schaumig rühren. In einer anderen Schüssel Mehl, Stärke, Kakao, Zimt und Backpulver vermischen und anschließend vorsichtig unter den Eischaum geben, Mixer auf langsame Stufe zum Rühren einstellen. Es entsteht ein fluffiger Teig.

Schritt 3: Den Knetteig aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dei Form für den Biskuitteig fertig machen. Im Rezept steht zwar, dass man den Biskuitteig in einem Stück backen sollte, aber mir ist das Zerschneiden der Biskuitböden zu anstrengend und riskant, deswegen backe ich sie in drei Schichten: Ich teile den Teig in drei Teile, lege die Springform mit Backpapier aus und backe den ersten Tortenboden bei 170 Grad Umluft etwa 15 Minuten (MIt dem Holzstäbchen die Probe machen) rausnehmen, wenn der Teig nicht mehr am Stäbchen klebt und nächste Portion auf diese Weise fertig backen. So bekommt man drei wunderbar gleichmäßige Schichten.

Schritt 4: Die Kirschen abtropfen lassen (bei frischen Früchten. Die Kirschen entsteinen, zuckern und stehen lassen). Der Saft wird gebraucht, nicht wegschütten!

Schritt 5: 350 ml Kirschsaft abmessen. Davon etwa 5 EL abnehmen und mit der Speisestärke klumpenfrei verrühren. Den restlichen Kirschsaft erhitzen, von der Kochstelle nehmen und Speisestärke-Saftmischung unterrühren, möglichst klumpenfrei. Kurz aufkochen lassen und beiseite stellen.

Schritt 6: Den Knetteigboden auf einen Teller geben und einen Teil der Kirschen darauf verteilen. Dann die Saft-Stärkemischung darauf geben und etwas abkühlen lassen. Die Sahne mit dem Puderzucker und dem Sahnesteif schlagen und einen Teil davon auf dem Knetteigboden verteilen, so dass die Kirschen gut bedeckt sind. Den ersten der Biskuitböden vom Backpapier lösen und darauf legen. Wieder mit Kirschen unregelmäßig belegen, Kirschsaft darübergeben, abkühlen lassen und mit Sahne bedecken. Das Prozedere wiederholen, bis alle Böden aufgebraucht sind und der letzte Boden oben liegt. Darauf die Sahne verstreichen, bis die Torte einheitlich weiß “verputzt” ist. Nun mit Raspelschokolade bestreuen und mit Sahne aus der Spritztülle garnieren und verzieren.

Guten Appetit!

5 Kommentare

  1. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen!
    Erhellend die Etsppenbäckerei des Bodens. Wenn man einen dicken backt, und aufschneidet wirds meist schief bei mir… Sieht man zear nicht unbedingt, aber so ist es genial.

    • Oh wie schön. Ich hatte ein wenig Sorge, weil es ja deinen Beritt betrifft und du vielleicht Fehler entdeckst. Ich bin ja nicht so die Backqueen 🙂 Rutsche schön in ein glückliches 2018, lieber Manni

  2. Liebe Andrea,

    die Torte sieht nicht nur sehr gut aus – sie wird auch gut schmecken. Ist dir super gelungen!

    Danke für das Rezept, ich werde es an meine Freundin weitergeben. Sie darf mich dann zum Kaffee einladen. *lache* Für mich ist so eine Torte zu groß.

    Ich wünsche dir und deiner Familie ALLES GUTE für das JAHR 2018.

    ღlichen Gruß Lilo.

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