Typisch nordisch: Fliederbeersuppe kochen

Fliederbeersuppe mit Äpfeln und Gries, HolundersuppeEine echte Fliederbeersuppe

Jetzt sind die Holunderbeeren reif – die perfekte Zeit, um Fliederbeersuppe zu kochen. Ein typisch nordisches Gericht, das es schon bei meiner Großmutter gab.

Diese Suppe war immer der Hit – selten habe ich Kinder so gerne derart gesunde Dinge essen sehen. Auch ich konnte als Kind nie genug davon bekommen. Fliederbeersuppe gab es oft, vor allem zum Winteranfang.Und das Beste war: Wenn man die Suppe fast ausgelöffelt hatte, erschienen viele kleine Kügelchen am Tellerboden. Der Sago. Manche finden auch, er sähe aus wie Froschlaich. Aber darüber kann man trefflich streiten. Ohne Sago jedenfalls ist eine Fliederbeersuppe irgendwie nicht original. Sie ist übrigens das perfekte Essen für kränkelnde Kinder (oder Erwachsene), denn Holunder stärkt die Abwehrkräfte.

Fliederbeersuppe, Rezept

Fliederbeersuppe – das Rezept

  • 750 g Holunderbeeren
  • 100-150 g Zucker
  • 1 Zitrone (Bio)
  • 1 Stange Zimt
  • 2 Nelken
  • 1 Apfel
  • 50 g Sago (Speisestärke geht auch)

Die Holunderbeeren waschen und mit einer Gabel von den Rispen befreien. Dann mit einem Liter Wasser aufkochen lassen, auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln lassen, etwa eine halbe Stunde. Anschließend durch ein Sieb auspressen und die Fruchtreste entsorgen. In den Holundersaft nun die ausgepresste Zitrone geben, die Schalen können ebenso hinzugegeben werden wie der Zimt, die Nelken, der Zucker und der Sago. Alles verrühren, aufkochen lassen und dann durchziehen lassen (der Sago sollte mind. 15 Minuten köcheln/ ziehen). Anschließend die Zitronen, die Nelken und die Zimtstange aus der Suppe herausfischen. Einen Apfel in Spalten schneiden und in die Suppe legen. Mit Grießklöschen servieren. Übrigens: Wenn die Beerenzeit vorüber ist, kann man für die Suppe auch Holundersaft nehmen.

Rezept für die Grießklößchen

  • 150 ml Milch
  • Vanillezucker/ Vanilleschote
  • 1 EL Butter
  • 2-4 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Grieß

Die Milch, Butter, den Zucker und die Prise Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Dann den Grieß mit einem Schneebesen einrühren, bis die Masse ganz fest wird (falls es nicht fest genig wird, evtl. mehr Grieß nehmen). Man kann den Grieß auch noch mit dem Abrieb der Zitronenschale verfeinern. Wenn die Masse sich vom Boden löst, ist der Grieß fertig. Ich steche davon immer Portionen ab, aber richtig professionell ist es natürlich, die Klößchen nun in siedendes Salzwasser zu geben (kleinste Flamme) und warten, bis sie in dem Wasser oben schwimmen. Abschöpfen, in die Suppe geben und servieren. Yammi!

 

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