Schlafen im Überseecontainer in Warnemünde

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, LobbyDie Zimmer sind bunt.

Upcycling, also aus alten Dingen neues Schönes zu machen, finde ich richtig gut. Als ich hörte, dass in Warnemünde ein Hotel aus ausgedienten Überseecontainern eröffnet hat, war klar: Da muss ich hin. Wo sonst kann ein solches Hotel liegen, als in Hafennähe, am ehemaligen Güterbahnhof mit Blick auf Warnow-Werft? Stilechter kann es kaum sein. Die Kinder waren schon ganz schön aufgeregt, meine Tochter fragte schon auf der Anreise: „Waren in den Containern Bananen, Schokolade oder Kleidung?“ Spannende Frage, die ich leider nicht beantworten konnte. Und ja, ich war aber selbst ganz gespannt, wie man aus so einfachen Containern ein Hotel errichten kann.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby,

Außenansicht

Tatsächlich sieht das Dock Inn aus wie ein Haufen ordentlich gestapelter Container, es wirkt von außen sehr geometrisch und modern. Türkisfarbene Fahrräder stehen vor der Tür, anstatt eines Gepäckkorbes haben sie eine leere Getränkekiste auf den Gepäckträger geschnallt. Drinnen empfängt uns ein großer, heller Raum, in dem direkt vor der Rezeption Kinder zwei Fußballtore auf den geschliffenen Betonfußboden gestellt haben und fröhlich eine Runde kicken, während ihre Eltern noch in Ruhe zu ende frühstücken.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby

Große Lounge – sehr gemütlich.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby

Kleine Lounge

Der große Raum unten wird von Containern aufgeteilt, die kleine Lounges bilden, in die man sich zum Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spielen (mit Kronkroken, Upcycling wird hier offenbar groß geschrieben) oder chillen zurückziehen kann. In einem Container oben ist ein kleines Kino untergebracht, daneben stehen zur Freude der Kinder Flipperautomaten.

Da wir zu viert sind, bekommen wir eine Familiensuite – im 5. Stock mit Blick auf die Werft und das Kreuzfahrtterminal, in dem gerade ein riesiges Schiff liegt. Die Dame an der Rezeption ist wirklich sehr nett – wie überhaupt alle im Hotel. Das bleibt mir am meisten im Gedächtnis, die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter. Irgendwie sind die Menschen alle sehr locker und nett, das kenne ich bislang nur aus dem Süden und hätte es hier am wenigsten erwartet.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby,

Wohnen im Überseecontainer.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby,

Gemütlliche Zimmer

Vor den Zimmern gibt es eine große Terrasse, Abends draußen sitzen ist also gesichert. Die Suite besteht aus mehren Containern und ich fühle mich sofort wohl, denn alles ist klar, freundlich und hell eingerichtet, mit riesigen Badezimmern und einem wunderbaren Blick. Das Hotel ist voll augebucht, doch ich als ich einen Blick in die anderen, normal großen Zimmer werfe, sehe ich, dass man in einem Container wirklich alles unterbringen kann, was ein Hotel braucht: Bett, Bad und sogar eine kleine Sofaecke. Irgendwie strahlt das Leben im Container etwas Besonderes aus, oder es sind die Angestellten, jedenfalls fühle ich mich sofort wohl und treffe auch nur auf freundliche Gesichter.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby,

Waschmaschinen gibt es hier auch – natürlich im Container.

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby, Fritz ärger dich nicht

Für Vinylfans

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, WC

Das finde ich eine richtig gute Idee

Warnemünde, Dock Inn, Hostel, Wohnen im Überseecontainer, Lobby, Fritz ärger dich nicht

Recycling pur – sowas kannte ich nur aus Afrka.

Gut gefallen hat mir vor allem das offene Konzept – es ist ein riesiger Empfangsbereich, in dessen Sofas einfach herrlich zum Entspannen sind, während die Kinder die Gesellschaftsspiele herauskramen, die in kleinen Kisten neben den Sofas liegen. Oder eine Runde flippern gehen. Oder bouldern, denn das Hotel hat eine eigene Boulderhalle, die leider noch nicht fertig war, als wir da waren. Auch die Gemeinschaftsküche war noch nicht fertig, ich finde es aber eine großartige Idee, dass man zwischendurch sich auch mal selbst versorgen kann. Und Warnemünde als Reiseziel ist richtig schön, wenn das Seebad nicht reicht, kann man schnell einen Ausflug ins nahe Rostock machen.

Info Dock Inn:

Mehrbettzimmer gibt es bereits ab 19 Euro pro Person/Nacht, die Suite ab 49 Euro pro Person/ Nacht und die Doppelzimmer kosten ab 29 Euro pro Person/ Nacht.

Das Hotel liegt zwei Minuten von der Bahn entfernt, bis zum Strand sind es etwa 15 Gehminuten.

Dock Inn Warnemünde

Das Restaurant von oben.

Die Recherche wurde unterstützt vom Dock Inn, danke dafür.

 

 

6 Kommentare

  1. Pingback: Ein Abend in Rostock: Spaziergang zur Blauen Stunde

  2. Pingback: Ein Ostseewochenende: Meine Tipps für Warnemünde