Eigenwillige Tierwelt auf Mauritius

Mauritius Tierwelt, Birdwatching, Javaneseraffe im Regen

Die afrikanische Insel Mauritius gehört momentan zu den Trendzielen, das vermelden Reiseveranstalter wie die TUI. Das Unternehmen stellte dort vergangene Woche seine neuen Winterkataloge vor. Dabei lernte ich, dass die Insel nicht nur wunderbare Strände zu bieten hat, sondern jede Menge lustiger Tiere. Von Mauritius Tierwelt habe euch mal ein paar zusammengestellt.

Mauritius Tierwelt, Birdwatching, RotohrbüllbüllRotohrbülbül

Rotohrbülbül ist ein witziger Name, oder? Aber er passt wirklich auf diesen Vogel – was ich für Wangen gehalten hatte, scheinen Ohren zu sein. Sein Ruf ist für mich ein typisches Piep – und erinnert mich ein wenig an Wellensittiche. Vogelkundler schlagen bei diesen Vergleichen wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen. Auf jeden Fall fand ich den Vogel richtig witzig, als er frech am Nachbartisch unseres Mittagessens die Brotreste aufsammelte. Die Spatzen waren übrigens noch frecher, sie haben sich gleich in den Brotkorb hinein gesetzt und an den Weißbrotstücken geknuspert.

Mauritius Tierwelt, Birdwatching, Javaneseraffe im RegenJavaneraffe

Am Heiligen See Grand Bassin hat es sich ein Javaneraffe gemütlich gemacht. Er lebt von dem, was Pilger und Touristen übriglassen, manche Pilger bringen ja auch Bananen oder anderes Obst als Opfergabe für die Götter. Nur Minuten später kann man dann den Javaneraffen beobachten, wie er sich die Nahrungsmittel stiebitzt und genussvoll verspeist. Ich habe ihn im strömenden Regen erlebt, wie Ihr auf dem Foto sehen könnt. Diese Affenart gehört übrigens zu denen, die die Menschen auf die Insel eingeführt haben, wie leider auch Ratten, Mäuse, den Mähnenhirsch und Mangusten.

Mauritius Tierwelt, Birdwatching, HirtenstarHirtenmaina

Irgendwie kam mir dieser Körperbau gleich bekannt vor, aber dass der Hirtenmaina mit dem Star verwandt ist, darauf wäre ich nie gekommen. Dafür ist auch dieser Vogel ein echter Hingucker mit der Nacktheit um seine Augen und dem gelben Schnabel. Ich habe ihn am Botanischen Garten im Norden der Insel gesehen, einer der Schönheiten von Mauritius Tierwelt.

Mauritius Tierwelt, FlughundMaskarenen-Flughund

Wer auf Mauritius in den Himmel schaut, entdeckt an manchen Stellen ein wildes Geflatter. Pfeilschnell sausen die Flughunde durch die Luft, einige sind Frutarier, ernähren sich also nur von Obst. Was im Gegenlicht jetzt so schwarz geworden ist, ist ein Tier mit fuchsbraunem Körper und dunklen Flügeln, deren Häute so dünn sind, dass Licht hindurch scheint. Inzwischen sind diese Flughunde den Bauern aber lästig geworden, weil sie die Mangoernte reduzieren, deswegen dürfen sie jetzt auch getötet werden. Schade um die Vielfalt von Mauritius Tierwelt.
Mauritius Tierwelt, Birdwatching, HirtenstarDieser lustige und flinke Geselle kam jeden Abend in meinem Zimmer aus seiner Ecke hervor und schaute mich mit seinen großen Augen an. Es sieht so aus, als hätte schon mal jemand versucht, ihn zu fangen, denn es fehlte ihm der Schwanz. Dennoch mochte ich ihn irgendwie – und er begann auch mit jedem Tag zutraulicher zu werden.

Dorfweber

Noch viel leuchtender zeigte sich der Dorfweber, ein Verteter der Gattung Webervögel, das sind die, die sich diese wunderbaren Nester bauen, die aussehen wie in die Bäume gehängte Körbchen. Der Dorfweber ist mit seinen 18 Zentimetern Größe ein schon eher großer Vogel, die leuchtend gelbe Färbung macht ihn sehr auffällig. Interessant ist dieser Vogel übrigens für Ornithologen, weil er eine Methode entwickelte, um seine Eier zu färben und sie so von denen des Kuckucks zu unterscheiden.

Mauritius Tierwelt, Birdwatching, DorfweberTja, meine persönliche Klimabilanz hat dieser Flug ganz schön reingerissen, da kann ich nichts schönreden. Knapp 20.000 Kilometer und 3,7 t CO2. Immerhin 95 €, die über myclimate kompensiert wurden. Auch wenn wir versuchen, unseren Fokus mehr auf die nahen Ziele zu legen, gehören doch zu unserem Beruf Reisen und Fliegen ebenso wie zum Maurer die Kelle. Ganz auf Fernreisen zu verzichten, kommt für mich aber nicht infrage, da ich finde, dass dieser kulturelle Austausch einfach wichtig ist. Es wird immer ein Gewissenskonflikt bleiben. Mehr zum Konflikt Reisen und Umwelt lest Ihr bald hier.

Und zum Birdwatching muss man auch nicht immer so weit reisen, Italien und sogar das Steinhuder Meer eigenen sich auch prima.

Diese Reise wurde unterstützt von der TUI – danke dafür!

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  1. Pingback: Birdwatching am Steinhuder Meer - den Adlern ganz nah