Ein Ostseewochenende: Meine Tipps für Warnemünde

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Bei diesem Wetter gibt es nur eines – ab ans Wasser. Wie wäre es mit Warnemünde? Der Rostocker Stadtteil ist ein wunderbares Örtchen an der Ostsee.

Hafenmeile mit Möwen und Fischbrötchen

Der Alte Strom ist wohl Warnemündes beliebtester Treffpunkt. Entlang des alten Hafens trifft man sich zu Fischbrötchen oder einfach nur zum Bummeln. Er wurde bereits im Jahre 1433  ausgehoben und mit Bollwerken verstärkt, um die Einfahrt in den Hafen zu gewährleisten. Heute reihen sich dort Geschäfte und Restaurants. Fischbrötchen, Sonnenhüte oder Schmuck stehen zum Verkauf, es riecht nach Kaffee und Fisch und die Möwen lauern auf Reste. In ganz Warnemünde sind die Möwen übrigens besonders frech. Wir haben sie beobachten, wie sie sich sogar auf Fischbrötchen in der Hand stürzen und sich daraus Leckerbissen klauen. Das sorgt immer wieder für spitze Schreie auf der Hafenmeile – und anschließende Lacher beim Fischbrötchenbesitzer. Ich mochte die Hafenmeile besonders abends mit ihrer bunten Mischung aus Restaurants. Doch Achtung: Es ist immer sehr voll dort, wer essen gehen will, sollte besser einen Tisch bestellen.

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Vinylshop

Kultig ist er schon der Laden: Wer alte Schallplatten mag, wird sich dort wahrscheinlich stundenlang aufhalten. Gegenüber des Leuchtturms befindet sich ein Laden, in dem man nach Herzenslust in alten Schallplatten wühlen kann und damit auch in alten Erinnerungen, die das eine oder andere Cover hervorruft. Wer noch einen Schallplattenspieler hat, kann sich glücklich schätzen und die eine oder andere Rarität nach Hause bringen. Wenn nicht, einfach hinsetzen und einen Kaffee trinken, denn der Laden ist zugleich Café. Er befindet sich gegenüber des Leuchtturms.

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Schallplattenladen in Warnemünde. Man kann dort auch Kaffee trinken.

Eisladen

Ein Eis muss sein im Sommer. Ich mochte den Eisladen am Leuchtturm sehr gerne. Aber die Stadt hat viele Eisanbieter, sogar dänische Varianten gibt es. Am besten alle gleich mal ausprobieren.Warnemünde, Tipps, Eisladen

Wochenmarkt

Erdbeerzeit, Himbeeren oder Gemüse zur zwischendurch – der Wochenmarkt ist der perfekte Platz, um sich mit Proviant einzudecken. Es gibt nicht nur Gemüsestände, sondern auch mediterrane Köstlichkeiten wie etwa eingelegten Schafskäse oder Oliven und natürlich auch Fischspezialitäten. Der Markt findet immer samstags vormittags statt. Weitere Wochenmärkte in Rostock findet Ihr hier.

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Wochenmarkt Warnemünde

Perlenladen

Schon von außen ist er witzig, denn es gibt eine Männerwartezone. Eine Bank, auf der sich die Kerle ausruhen können, während die Frauen drinnen stöbern. Mein großer und kleiner Mann haben das gleich genutzt, während wir beiden Frauen uns in der Kunstwerkstatt Alexandrinenstraße nicht sattsehen konnten an den bunten Perlenkreationen. Die Regenbogenketten fanden wir beide besonders schön. Und wollten am liebsten gleich drinnen an der Perlenbar loslegen und eigene Ketten aufziehen. Doch draußen schien die Sonne und die Männer warteten. Aber ein richtig guter Schlechtwettertipp in Warnemünde.

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Männerwartezone am Perlenladen.

Containerhotel Dock Inn

Schlafen im ausgedienten Überseecontainer? Ja, das geht. Es ist richtig kultig. Mit dem Dock Inn hat Deutschlands erstes Containerhotel in Warnemünde eröffnet. Die Container sind raffiniert aufeinander gestapelt und ergeben ein fünfstöckiges Hotel. Die Zimmer sind modern und stylisch ausgestattet, wen man drinnen ist, merkt man gar nicht, dass es sich um Container handelt. Es ist perfekt für Familien, da es nicht nur über eine große Lobby verfügt, in der schon mal die Fußballtore aufgestellt werden, sondern auch über eine eigene Boulderhalle verfügt. Mehr über das Dock Inn habe ich hier geschrieben.

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Außenansicht

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Waschmaschinen gibt es hier auch – natürlich im Container.

Kunstautomat

Ich mag ja Upcycling, also die Idee, aus alten Sachen neue und schöne zu fertigen. Und deswegen gehört dieser ausgediente Zigarettenautomat zu meinen Favoriten in Warnemünde. Er wurde mit Kunstwerken lokaler Maler, Töpfer und Bildhauer befüllt und gibt nun zu einem Preis, der günstiger ist, als eine Zigarettenschachtel, ein kleines Kunstwerk. Einfach drei Euro einwerfen und an der Lade ziehen. Wir hatten ein getöpfertes Schild in dem kleinen Kunstkarton. Ich weiß zwar nicht, was ich damit machen soll, aber eine schöne Idee ist es trotzdem.

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Kunstautomat Warnemünde.

Hohe Düne

Der Strand in Warnemünde rund um den Leuchtturm ist schon toll, hier tummeln sich Kitesurfer, Familien und Beachvolleyballspieler. Ruhiger geht es dagegen an der Hohen Düne zu. Schon der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer, denn es geht mit der Fähre auf die andere Seite der Warnow. Vorbei an den großen Kreuzfahrtschiffen, die am größten Kreuzfahrtterminal Deutschlands festgemacht haben. Da kommt man sich auf dieser kleinen Fähre schon wie eine Ameise vor. Doch die Ameise ist ganz groß, denn die großen Fähren nach Schweden müssen warten, wenn sie die ablegt, denn sie ist zwar klein aber hat hier Vorfahrt. Das ist schon toll. Drüben auf der anderen Seite von Warnemünde, taucht man in eine andere Welt, denn dort hat ein riesiger Luxushotelkomplex eröffnet und versprüht ein wenig Mittelmeerflair. Vor dem Hotel liegen die Segelboote im Yachthafen. Doch wir wollten eigentlich nur baden und gingen schnurstracks auf den wunderbaren Sandstrand an der Hohen Düne zu. Irgendwie war es hier natürlicher und nicht so rummelig wie an der anderen Seite.

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Fähre Hohe Düne

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Yachthafen Hohe Düne

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Yachthafen Hohe Düne

Abends am Leuchtturm

Das ist ein Muss in Warnemünde: Der Sonnenuntergang am Leuchtturm. Eigentlich hat der Rostocker Stadtteil ja sogar drei Leuchttürme: Der gute alte, der sich gleich am Teepott befindet und mit seinen 37 Metern aus dem Zentrum herausragt. Er ist eher tagsüber die Attraktion. Abends trifft man sich an den Molen, die weit ins Meer zu den Leuchtfeuern führen. Ich finde ja, das Licht an der Ostsee hat immer etwas Besonderes, natürlich erst Recht bei Sonnenuntergang, wenn sich alles rosa färbt. Dann stehen dort Jugendliche und machen Selfies oder knutschen, andere schlendern versonnen Hand in Hand die Mole entlang oder suchen sich einfach nur ein Plätzchen, um in Ruhe der untergehenden Sonne zuzuschauen. Ich mochte diesen Moment unseres Warnemünde-Aufenthaltes sehr.

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Leuchtturm und Teepott

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Räucherfisch und Sanddorn

An der Ostsee gehört das Fischessen zum Programm dazu. Tagüber bietet der Alte Strom am Wochenende dafür die perfekte Möglichkeit, denn dort reihen sich Fischhändler aneinander, manche räuchern sogar ihre Ware vor Ort. Es gibt auch Aalmettwurst oder andere Leckereien. Mich hat ja eher der Sanddorn fasziniert. Es gibt ihn als Gummibärchen, Bonbons, als Tee oder natürlich Schnaps.

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Frisch asu dem Ofen

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Lecher und gesund: Sanddorntee

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Die Recherche wurde unterstützt vom Dock Inn, danke dafür.

 

3 Kommentare

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